OB prä­sen­tiert neu­en De­zer­nen­ten

Er fährt im All­tag Fahr­rad, ist erst 39, Ju­rist und kennt sich mit Um­welt und den Zu­kunfts­the­men von Städ­ten aus: Ste­phan Kel­ler (CDU) ist der Fa­vo­rit von OB Dirk El­bers für das De­zer­nat Ord­nung, Recht und Ver­kehr. Kel­ler soll am 30. Sep­tem­ber vom Rat gew

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON DENISA RICH­TERS

Sei­nen der­zei­ti­gen Ar­beit­ge­ber, den Städ­te-und Ge­mein­de­bund NRW, hat Ste­phan Kel­ler (CDU) noch rasch über sei­nen be­vor­ste­hen­den be­ruf­li­chen Wech­sel in­for­miert. Da­mit der es nicht aus der Rhei­ni­schen Post er­fährt. Ges­tern zeig­te sich Kel­ler an der Sei­te sei­nes neu­en Chefs: OB Dirk El­bers (CDU) hat den 39-Jäh­ri­gen zu sei­nem Fa­vo­ri­ten im Rah­men des Aus­schrei­bungs­ver­fah­rens als Bei­ge­ord­ne­ten für Ord­nung, Recht und Ver­kehr aus­ge­wählt. „Ich bin si­cher, dass er her­vor­ra­gend ins Bei­ge­ord­ne­tenKol­le­gi­um passt und es be­rei­chern

„Ich will die Stadt beim Ver­kehr fit für die Zu­kunft ma­chen“

wird.“ Kel­ler ist da­mit de­si­gnier­ter Nach­fol­ger des En­de 2009 ver­stor­be­nen Werner Le­on­hardt.

Des­sen Kurs will Kel­ler, der beim Städ­te-und Ge­mein­de­bund Bei­ge­ord­ne­ter für Städ­te­bau, Um­welt und Kom­mu­nal­wirt­schaft ist, in wei­ten Tei­len fort­set­zen: „Düsseldorf war oft Vor­rei­ter, als Ver­band ha­ben wir von der Er­fah­rung pro­fi­tiert.“ Vor al­lem im Be­reich Ord­nung ha­be Le­on­hardt mit Kon­zep­ten wie dem Kri­mi­nal­prä­ven­ti­ven Rat Mar­ken ge­setzt. Über­haupt ist die Lan­des­haupt­stadt dem ge­bür­ti­gen Aa­che­ner längst ans Herz ge­wach­sen. Mit sei­ner Frau und den drei Kin­dern lebt er in Wers­ten. „Wir wis­sen die Le­bens­qua­li­tät in die­ser Stadt pri­vat zu schät­zen, jetzt ist sie für mich auch be­ruf­lich au­ßer­or­dent­lich in­ter­es­sant.“

Der Be­reich Ver­kehr ge­hör­te bis­her zwar nicht zu Kel­lers be­ruf­li­chen Schwer­punk­ten. Mit ihm dürf­te im De­zer­nat je­doch ein fri­scher Wind we­hen: So ist er über­zeug­ter Rad­fah­rer, ra­delt täg­lich von Wers­ten zu sei­nem Ar­beits­platz in Golz­heim. Das wird sei­nen Blick für die­se Ver­kehrs­form si­cher­lich schär­fen, auch wenn er ges­tern ver­si­cher­te, bis­her kei­ne gra­vie­ren­den Schwach­stel­len fest­ge­stellt zu ha­ben. „Die­se Per­so­na­lie ist ein po­si­ti­ves Si­gnal an al­le Fahr­rad­fah­rer“, sag­te El­bers. Der Rat­haus-Chef be­ton­te ges­tern mehr­fach, dass er an die­ser Stel­le nie­man­den brau­che, „der weiß, wie man Tun­nel bohrt, son­dern ei­nen Ma­na­ger“.

Auch an ei­ner Fort­ent­wick­lung des Öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs (ÖPNV) ist Kel­ler ge­le­gen. Er räumt ein, dass Ver­kehr bis­her nicht zu sei­ner Kern­kom­pe­tenz ge­hört ha­be, aber in sei­nem Zu­stän­dig­keits­be­reich Um­welt, Stadt­pla­nung und Ver­ga­be­recht sei­en ihm ver­kehrs­po­li­ti­sche The­men nicht fremd. „Mir geht es dar­um, die Stadt beim Ver­kehr für die Zu­kunft fit zu ma­chen.“ Dass die wach­sen­de Ein­woh­ner­zahl Düs­sel­dorfs und die täg­lich 300 000 Pend­ler für den Ver­kehr neue Pro­ble­me brin­gen, sieht er als Her­aus­for­de­rung.

Sein De­zer­nats­be­reich, der et­wa 1200 Plan­stel­len um­fast, ist weit ge­fä­chert: Bau und Si­cher­heit der Wehr­hahn-Li­nie ge­hö­ren da­zu, die seit Jah­ren er­war­te­te An­bin­dung des ISS Do­me an den ÖPNV, Vi­deound Ver­kehrs­über­wa­chung, der Ord­nungs­dienst OSD, Vor­be­rei­ten und Durch­füh­ren von Wah­len so­wie sämt­li­che recht­li­che Aspek­te. „Spä­tes­tens zum 1. Ja­nu­ar 2011 soll er sei­nen Di­enst an­tre­ten“, so El­bers. Zu­vor muss der Voll­ju­rist je-

RP-FO­TO: ANDRE­AS BRETZ

„Es ist ein gro­ßer Tag der Freu­de“, sag­te OB Dirk El­bers (CDU, l.) als er den de­si­gnier­ten Ver­kehrs­de­zer­nen­ten Ste­phan Kel­ler

(CDU) vor­stell­te.

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