Wirt­schaft 2011 so gut wie vor Kri­se

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

ES­SEN/BERLIN (dapd) Die deut­sche Wirt­schaft kommt auf ih­rem Weg aus der Kri­se schnell vor­an. Be­reits En­de 2011 und da­mit viel frü­her als er­war­tet wird das rea­le Brut­to­in­lands­pro­dukt nach Ein­schät­zung des In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung Halle (IWH) und des For­schungs­in­sti­tuts Kiel Eco­no­mics wie­der et­wa das Vor­kri­sen­ni­veau er­rei­chen. Dank des Auf­schwungs wer­de die Zahl der Ar­beits­lo­sen im nächs­ten Jahr wie­der un­ter drei Mil­lio­nen sin­ken, pro­gnos­ti­zier­te gleich­zei­tig das Rhei­nisch-West­fä­li­sche In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung (RWI). Das In­sti­tut er­war­tet nach sei­ner ges­tern ver­öf­fent­lich­ten Pro­gno­se für die­ses Jahr in Deutsch­land ein Wirt­schafts­wachs­tum von 3,4 Pro­zent. Das wä­ren 1,5 Pro­zent­punk­te mehr als noch im Ju­ni vor­aus­ge­sagt. Für 2011 ge­hen die Es­se­ner Ex­per­ten von ei­nem Plus von 2,2 Pro­zent aus. Das IWH rech­net mit ei­nem Wachs­tum von 3,5 Pro­zent in die­sem und zwei Pro­zent im nächs­ten Jahr.

„Die deut­sche Kon­junk­tur er­holt sich deut­lich schnel­ler von der welt­wei­ten Fi­nanz-und Wirt­schafts­kri­se als weit­hin er­war­tet“, be­ton­ten die Kon­junk­tur­ex­per­ten aus Halle und Kiel. Die Wirt­schaft ha­be be­reits mehr als die Hälf­te des mas­si­ven Ein­bruchs aus dem Jahr 2009 wett­ge­macht. In der zwei­ten Jah­res­hälf­te wer­de die Auf­hol­jagd wei­ter­ge­hen. Al­ler­dings wer­de das Ex­pan­si­ons­tem­po et­was nach­las­sen. Die RWI-For­scher warn­ten in­des vor über­trie­be­ner Eu­pho­rie. „Al­les in al­lem be­fin­det sich Deutsch­land zwar in ei­nem Auf­schwung, je­doch ist die La­ge bei wei­tem nicht so güns­tig, wie dies die über­ra­schend star­ke Zu­nah­me des Brut­to­in­lands­pro­dukts ver­mu­ten lässt“, be­ton­ten die Ex­per­ten. We­der die Pro­duk­ti­on noch die Auf­trags­ein­gän­ge hät­ten bis­her das vor der Fi­nanz­kri­se be­ob­ach­te­te Ni­veau er­reicht. Au­ßer­dem ha­be die Er­ho­lung zu­letzt welt­weit, so­wohl in den In­dus­trie-als auch in den Schwel­len­län­dern, nach­ge­las­sen.

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