Bar­mer/GEK: Kei­ne Zu­satz­bei­trä­ge für 2011

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - VON EVA QUADBECK

BERLIN Deutsch­lands größ­te Kran­ken­kas­se, die Bar­mer/GEK, hat an­ge­kün­digt, dass sie auch im kom­men­den Jahr auf Zu­satz­bei­trä­ge ver­zich­ten will. „Wenn der Ge­setz­ge­ber die ge­plan­ten Ein­spar­maß­nah­men er­zielt, wer­den wir 2011 kei­ne Zu­satz­bei­trä­ge er­he­ben“, sag­te Bar­mer/GEK-Che­fin Bir­git Fischer.

Die gro­ße Mehr­heit der Ver­si­cher­ten wird im kom­men­den Jahr kei­nen Zu­satz­bei­trag zah­len müs­sen. Der Bun­des­ver­band der AOK hat­te be­reits ver­gan­ge­ne Wo­che an­ge­kün­digt, dass sei­ne Kas­sen im nächs­ten Jahr vor­aus­sicht­lich oh­ne den Obo­lus aus­kom­men wer­den. Die Ver­si­cher­ten müs­sen den­noch mehr für ih­re Ge­sund­heit zah­len. Der all­ge­mei­ne Bei­trags­satz wird zum 1. Ja­nu­ar 2011 von der­zeit 14,9 auf 15,5 Pro­zent stei­gen. Da­von tra­gen die Ver­si­cher­ten 8,2 Pro­zent und die Ar­beit­ge­ber 7,3 Pro­zent.

Kran­ken­kas­sen, die mit den Geld-Zu­wei­sun­gen aus dem Ge­sund­heits­fonds nicht aus­kom­men, kön­nen ei­nen Zu­satz­bei­trag von ih­ren Mit­glie­dern ein­for­dern. Bis­lang kann er bis zu ei­nem Pro­zent des Ein­kom­mens, je­doch höchs­tens 37,50 Eu­ro mo­nat­lich be­tra­gen. Die Re­gie­rung will die Gren­ze auf zwei Pro­zent des Ein­kom­mens, mo­nat­lich höchs­tens rund 75 Eu­ro, ver­schie­ben. Ge­ring­ver­die­ner, die sich den Zu­satz­bei­trag nicht leis­ten kön­nen, sol­len ei­nen So­zi­al­aus­gleich er­hal­ten.

Die Bun­des­re­gie­rung wird künf­tig Jahr für Jahr als Richt­grö­ße ei­nen durch­schnitt­li­chen Zu­satz­bei­trag fest­le­gen. Wie hoch der Zu­satz­bei­trag tat­säch­lich aus­fällt, be­stim­men die Kas­sen in­di­vi­du­ell nach ih­rer Fi­nanz­la­ge. Im kom­men­den Jahr soll der Durch­schnitts-Zu­satz­bei­trag bei null Eu­ro lie­gen, wie Mi­nis­ter Rös­ler an­ge­kün­digt hat. Das heißt, es wer­den wei­ter­hin nur we­ni­ge Kas­sen den Obo­lus be­nö­ti­gen.

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