Ge­win­ne

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

AKW-Lauf­zei­ten Das Ver­hal­ten der Kon­zern­chefs emp­fin­de ich als Un­ver­schämt­heit. Je­der Bür­ger, der Müll ver­ur­sacht, hat für die Ent­sor­gung zu be­zah­len. Die Strom­er­zeu­ger strei­chen die Ge­win­ne des an­geb­lich so bil­li­gen Atom­stroms ein und über­las­sen die Ent­sor­gung des Mülls den Steu­er­zah­lern. Wie­so müs­sen wir mit Mil­li­ar­den Steu­er­gel­dern das ma­ro­de La­ger As­se „ent­sor­gen“, wo nach­weis­lich über lan­ge Zeit al­le Ver­ant­wort­li­chen ih­ren lang strah­len­den Müll ab­ge­kippt ha­ben? Wo las­sen die Kon­zer­ne ih­ren Müll und wie ge­den­ken sie, für die Fol­ge­kos­ten auf­zu­kom­men? Wenn die Si­cher­heit der al­ten Atom­mei­ler so gut wä­re: Wie­so müs­sen sie stän­dig we­gen Stö­run­gen ab­ge­schal­tet wer­den? Aber auf fast un­be­grenz­te Zeit wol­len sie die Lauf­zeit­ver­län­ge­rung. Das bringt Geld für sie – nicht für die Steu­er­zah­ler und Strom­kun­den, die zah­len drauf. Die Bun­des­län­der im Sü­den, wo die meis­ten Atom­mei­ler ste­hen, wei­gern sich, For­schun­gen nach ei­nem End­la­ger auf ih­rem Ge­biet zu­zu­las­sen. Als wenn die Strah­lun­gen und Fol­gen des Atom­mülls an den Lan­des­gren­zen Halt ma­chen wür­den. Ha­ben wir ei­ne vom Volk ge­wähl­te Re­gie­rung oder Voll­zie­her der Wün­sche der Wirt­schaft? Be­mer­kens­wert ist, dass in dem Auf­ruf Sie­mens fehlt. In­ge­borg Küh­ne 41462 Neuss

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