Selbst­mit­leid

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LESERBRIEFE -

OB Sau­er­land Bei al­ler per­sön­li­chen Be­trof­fen­heit über die schreck­li­chen Er­eig­nis­se der Lo­ve­pa­ra­de, är­ge­re ich mich zu­se­hends über die zu­neh­men­de Lust zur Selbst­zer­flei­schung. „Was ist das für ei­ne Stadt“ und „Es war schon frü­her Mist, aus Duis­burg zu sein“. Mei­ne Ant­wort da­zu lau­tet: Duis­burg ist ei­ne im­mer noch lie­bens­wer­te klei­ne Groß­stadt, in der ei­ne (vor­mals) mu­ti­ge Stadt­füh­rung mit ei­nem zu­pa­cken­den Ober­bür­ger­meis­ter ver­sucht hat, ihr Image zu ver­bes­sern. An­de­re Groß­er­eig­nis­se, wie die Uni­ver­sia­de 89 und die World-Ga­mes 05, ha­ben der Stadt gut­ge­tan, und war­um soll­te nicht auch dies­mal et­was Gro­ßes ge­lin­gen? Für die­se Ab­sicht darf nie­mand ver­ur­teilt wer­den. Das tra­gi­sche Schei­tern die­ser Be­mü­hun­gen und das un­säg­li­che par­tei­po­li­ti­sche Hin-und Her­ver­schie­ben von Schuld­zu­wei­sun­gen recht­fer­tigt nicht, die Stadt Duis­burg, mit ih­ren fast 500 000 Ein­woh­nern, pau­schal zu ver­dam­men. Ein sol­ches Un­glück hät­te über­all pas­sie­ren kön­nen. Hein­rich Rast­feld 47249 Duis­burg

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