Geld­bu­ße nach Streit in Rei­ni­gung

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(wuk) Reich­lich schmut­zi­ge Wä­sche wur­de ges­tern vor dem Amts­ge­richt ge­wa­schen im Pro­zess um ei­ne Prü­ge­lei in ei­ner Rei­ni­gung an der Gren­ze von Pem­pel­fort. An­ge­klagt war ei­ne 27-jäh­ri­ge Kun­din, die sich im Ju­li 2009 im Ge­schäft mit drei An­ge­stell­ten an­ge­legt und mit Ge­gen­stän­den her­um­ge­wor­fen ha­ben soll. Und al­les nur, weil schwar­ze Le­der­knöp­fe ih­rer wei­ßen Ja­cke nach dem Rei­ni­gen ab­ge­ris­sen und ver­färbt wa­ren. Die Rich­te­rin hat den Pro­zess den­noch oh­ne Ur­teil ab­ge­schlos­sen und das Ver­fah­ren ge­gen die Stu­den­tin ge­gen 480 Eu­ro ein­ge­stellt.

Je­de der Streit­par­tei­en ver­lang­te von der Ge­gen­sei­te mehr Ein­sicht und Ver­nunft. Das war bis zur Prü­ge­lei in der Rei­ni­gung vor ei­nem Jahr so – und ging ges­tern im Ge­richts­saal wei­ter. Die Stu­den­tin be­klag­te, sie sei grob be­han­delt wor­den, als sie be­män­gel­te, dass an ih- rer Ja­cke nach dem Rei­ni­gen die Knöp­fe fehl­ten – und die­se nur noch hell­grau ge­we­sen sei­en. Im Streit dar­um sei es erst laut ge­wor­den im Ge­schäft, dann ha­be ei­ne Büg­le­rin sie plötz­lich ge­ohr­feigt und drei der dort be­schäf­tig­ten Frau­en hät­ten auf sie ein­ge­prü­gelt. Der In­ha­ber (41): „Ich ha­be gar nicht ver­sucht, die Frau­en zu tren­nen, ha­be mich zu­rück­ge­zo­gen.“ Da­bei ha­be die wü­ten­de Kun­din ein Le­se­ge­rät für EC-Kar­ten, ei­nen Ta­cker und ei­nen schwe­ren Ab­rol­ler für Kle­be­strei­fen her­um­ge­wor­fen, sei­ne Frau ge­trof­fen und ver­letzt.

„Völ­li­ger Hum­bug“, schimpf­te die An­ge­klag­te. Doch die Rich­te­rin hielt es für wahr­schein­li­cher, dass sich der Zoff hoch­ge­schau­kelt hat – und bei­de Sei­ten nicht schuld­los wa­ren. Sie ver­zich­tet auf ei­ne Ver­ur­tei­lung der Kun­din – wenn die Frau 480 Eu­ro zahlt. Wi­der­stre­bend stimm­te die Stu­den­tin zu.

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