Nur noch vier Ta­ge

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

G erd Witt­köt­ter ist ein eher we­ni­ger ex­tro­ver­tier­ter Typ, den­noch wird er am Mon­tag gleich dop­pelt Ge­füh­le zei­gen. Die Tun­nel­bohr­ma­schi­ne er­reicht ihr ers­tes Ziel. Wenn sie im Ziel­schacht an der Ka­ser­nen­stra­ße auf­taucht, ist der ers­te Tun­nel­ab­schnitt für die künf­ti­ge U-Bahn-Li­nie voll­endet. „Das macht mich glück­lich und auch ein biss­chen stolz“, sagt Pro­jekt­lei­ter Witt­köt­ter. Ob­wohl er an vie­len Or­ten da­bei war, als Tun­nel durch Ber­ge und durch die Er­de ent­stan­den, ist die Wehr­hahn-Li­nie ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit. „Ich ha­be für Bau­fir­men ge­ar­bei­tet, als hier der Rhein­ufer­tun­nel ge­baut wur­de und der Flug­ha­fen­kno­ten. Des­halb ha­be ich zu Düsseldorf ei­ne be­son­de­re Be­zie­hung.“

Dass der Tun­nel­boh­rer ei­nen Mo­nat frü­her als ge­plant auf­taucht, be­trach­tet Witt­köt­ter dann schon wie­der ra­tio­nal: „Das ist uns das Glück des Tüch­ti­gen zur Hil­fe ge­kom­men.“ Die 1300 Ton­nen schwe­re Ma­schi­ne ha­be rei­bungs­los funk­tio­niert, sei mit ei­ner gu­ten Mann­schaft be­setzt und auf ih­rer Fahrt von Bilk ins Zen­trum nicht auf grö­ße­re Hin­der­nis­se im Erd­reich ge­sto­ßen. Und noch ra­tio­na­ler: „Wir müs­sen noch ei­nen Tun­nel boh­ren und die Bahn­hö­fe bau­en. Das hier ist nur ei­ne Zwi­schen­sta­ti­on. Aber ei­ne wich­ti­ge.“ hdf

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