Spar-De­tek­ti­ve für den Ein­kauf

Marc Klo­e­pfel und Efe Du­ran Sa­ri­ka­ya fin­den bei fast je­dem was. Die Un­ter­neh­mens­be­ra­ter su­chen Ein­spar­po­ten­zia­le bei vor al­lem mit­tel­stän­di­schen Fir­men: im Ein­kauf, bei der Ma­te­ri­al­be­schaf­fung oder sie spa­ren durch neue Tech­ni­ken und Roh­stof­fe.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON UWE REI­MANN

Wenn Un­ter­neh­mens­be­ra­ter ins Haus kom­men, schlägt ih­nen nicht sel­ten Ab­leh­nung ent­ge­gen. Das ist oft nicht an­ders, wenn Marc Klo­e­pfel und Efe Du­ran Sa­ri­ka­ya in ei­nem Be­trieb mit ih­rer Ar­beit be­gin­nen. „Per­so­nal­kos­ten wol­len wir aber gar nicht re­du­zie­ren. Wir wol­len den Mit­ar­bei­tern nichts. Wir su­chen nur nach Ein­spar­po­ten­zia­len beim Ein­kauf“, sagt Klo­e­pfel. Die bei­den Un­ter­neh­mens­be­ra­ter schaf­fen es, „in je­dem Be­trieb min­des­tens sie­ben Pro­zent beim Ein­kauf ein­zu­spa­ren“. Das wird ga­ran­tiert von der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Klo­e­pfel Con­sul­ting – aber es sind oft auch 20, 30 oder gar 50 Pro­zent Er­spar­nis.

Die Kun­den kom­men aus al­len Bran­chen: Ma­schi­nen­bau, Kli­ni­ken, Han­dels­fir­men, Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie. Sie al­le eint nur ein Wunsch, den Klo­e­pfel und Sa­ri­ka­ya mit ih­ren Mit­ar­bei­tern er­fül­len wol­len: Beim Ein­kauf und bei der Be­schaf­fung von Ma­te­ri­al und Roh­stof­fen so viel wie mög­lich ein­zu­spa­ren. Ent­we­der kau­fen sie Vor­pro­duk­te preis­wer­ter ein, oft ver­han­deln sie mit Lie­fe­ran­ten um bes­se­re Kon­di­tio­nen oder aber sie ge­hen tief in die Tech­nik: „Wo bei ei­nem Her­stel­lungs­be­trieb ein Ma­schi­nen­teil im­mer aus Stahl pro­du­ziert wor­den war, tes­te­ten wir, ob es auch aus Alu­mi­ni­um die glei­che Qua­li­tät er­reicht“, er­zählt Klo­e­pfel. Es ging, und fort­an pro­du­zier­te die Fir­ma das Teil be­deu­tend bil­li­ger – bei glei­cher Qua­li­tät.

Wo vor­her 50 Mil­lio­nen Eu­ro im Etat stan­den, sind es nach min­des­tens sechs Mo­na­ten, die Klo­e­pfel- Mit­ar­bei­ter im Be­trieb fahn­den, schon mal nur noch 47 Mil­lio­nen Eu­ro. Bei rund 100 Fir­men seit der Grün­dung des Un­ter­neh­mens 2006 hat das be­reits ge­klappt. In der Zeit ha­ben sie ein Ein­kaufs­vo­lu­men von rund sechs Mil­li­ar­den Eu­ro be­treut – und deut­lich mi­ni­miert. „Wir fin­den im­mer et­was. Et­wa 400 Mil­lio­nen muss­ten die Fir­men nach un­se­rem Ein­satz we­ni­ger aus­ge­ben“, sagt Sa­ri­ka­ya.

Da­bei ste­hen sie selbst un­ter Er­folgs­druck. Denn sie ar­bei­ten auf Er­folgs­ba­sis: Sie neh­men kei­nen Ta­ges­satz. Sie kas­sie­ren ge­staf­fel­te Be­trä­ge von bis zu 50 Pro­zent vom ein­ge­spar­ten Be­trag. Be­son­ders nach der Wirt­schafts­kri­se hät­ten sich vie­le Un­ter­neh­men ge­mel­det, um Ein­spa­run­gen vor­zu­neh­men, sagt Sa­ri­ka­ya. 90 Mit­ar­bei­ter welt­weit hat die Fir­ma an­wer­ben kön­nen. Ne­ben dem Haupt­sitz in Düsseldorf gibt es De­pen­dan­cen in Po­len, Ös­ter­reich, Ser­bi­en, der Schweiz und der Slo­wa­kei so­wie ab Ja­nu­ar in den Nie­der­lan­den.

Ein ra­s­an­ter Auf­stieg für die bei­den in Schwa­ben ge­bo­re­nen Kauf­leu­te. Bei­de ha­ben in Un­ter­neh­men als Ge­schäfts­füh­rer ge­ar­bei­tet, be­vor sie sich 2006 selbst­stän­dig mach­ten. Und das in jun­gen Jah­ren: Klo­e­pfel ist 34, Sa­ri­ka­ya 32 Jah­re alt. Trotz­dem schät­zen sie ih­re Qua­li­tä­ten be­mer­kens­wert nüch­tern ein. „Wir wol­len da­bei blei­ben, was wir kön­nen. Wir wol­len beim Spa­ren be­ra­ten“, sagt Klo­e­pfel.

RP-FO­TO: THO­MAS BUSSKAMP

Marc Klo­e­pfel (r.) und Efe Du­ran Sa­ri­ka­ya sind Un­ter­neh­mens­be­ra­ter und dre­hen an der Kos­ten­schrau­be. Bei den Fir­men sind sie auf das Spa­ren beim Ein­kauf spe­zia­li­siert. Welt­weit sind nach vier Jah­ren be­reits 90 Mit­ar­bei­ter für ihr Un­ter­neh­men tä­tig.

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