Tag der of­fe­nen Tür im EVK

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(ana) Im Jahr 2000 trat bei Klaus-Pe­ter Bert­rams Vor­hof­flim­mern auf. Ein Lei­den, das im­mer schlim­mer wur­de und den da­mals ak­ti­ven Mann aus dem Le­ben warf. „Es war teil­wei­se so, dass ich nicht mehr aus dem Ses­sel kam, und ich stun­den­lang be­nom­men war“, sagt der heu­te 72-Jäh­ri­ge. Nach vie­len Kli­ni­kBe­su­chen fand er am Evan­ge­li­schen Kran­ken­haus kom­pe­ten­te Hil­fe. Der Chef­arzt der Kar­dio­lo­gi­schen Kli­nik, Ernst Ves­ter, hat sich dort auf die Ver­ödungs­be­hand­lung des Her­zens – der so ge­nann­ten Ka­the­der-Ab­la­ti­on – spe­zia­li­siert.

Be­son­ders er­freu­lich: Der Ein­griff, der rund ein­ein­halb Jah­re zu­rück­liegt, ist auch nach­hal­tig er­folg­reich. „Das Vor­hof­flim­mern ist seit­her kom­plett ver­schwun­den“, be­rich­tet Bert­rams. Ein Er­geb­nis, das die Tech­nik, die seit rund zehn Jah­ren in im­mer ver­fei­ner­ter und spe­zia­li­sier­ter Form am EVK an­ge­wen­det wird, ge­ra­de über län­ge­re Zei­t­räu­me stützt. Bei dem Ver­fah- ren wird ein Ka­the­der über die Leis­te ein­ge­führt, um dann Zel­len, die zwi­schen lin­kem und rech­tem Vor­hof des Her­zens und den an­gren­zen­den Lun­gen­ve­nen lie­gen, zu ver­öden. Die­ses Ge­we­be ist es, das Vor­hof­flim­mern ver­ur­sacht.

Die Ri­si­ken bei die­sem Ein­griff Spei­se­röh­re oder Aor­ta zu ver­let­zen, sind laut Ves­ter bis­lang nicht un­er­heb­lich, wer­den aber durch zu­sätz­li­che Tech­nik, die neu­er­dings am EVK an­ge­wen­det wird, ste­tig mi­ni­miert. Da­zu zäh­len et­wa ei­ne zu­sätz­li­che Tem­pe­ra­tur-Son­de, die die Spei­se­röh­re schützt, oder auch ei­ne Ul­tra­schall-Son­de, die ei­ne bes­se­re Ori­en­tie­rung in­ner­halb der Ge­fä­ße er­mög­licht.

Mehr über das Ver­fah­ren und In­for­ma­tio­nen über Herz­krank­hei­ten gibt es beim Tag der of­fe­nen Tür, zu dem das EVK am Sonn­tag ein­lädt.

RP-FO­TO: BRETZ

Chef­arzt Ernst Ves­ter (vor­ne) mit Pa­ti­ent Klaus-Pe­ter Bert­rams

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