Courch­ai­nes De­fi­zi­te bei der DEG

Der Stür­mer hat zwar zu­letzt zwei­mal ge­trof­fen, doch im Heim­spiel mor­gen (19.30 Uhr) ge­gen Augs­burg bleibt er in der vier­ten Rei­he. Trai­ner Tom­lin­son traut dem An­grei­fer bei der De­fen­siv­ar­beit noch nicht voll­ends.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON GEORG AMEND

Der Dop­pel­pack beim 5:4-Sieg ge­gen die Kre­feld Pin­gui­ne be­deu­te­te die ers­ten bei­den Tref­fer für Adam Courch­ai­ne in die­ser Sai­son der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga (DEL). Dass der An­grei­fer der DEG Me­tro Stars aber über­haupt der­art zum Zu­ge kam, lag dar­an, dass sich Stür­mer­kol­le­ge Ty­ler Bee­chey selbst durch ei­ne Spiel­dau­er­stra­fe we­gen Stock­stichs aus der Par­tie ver­ab­schie­det hat­te. So rück­te Courch­ai­ne aus der vier­ten in die zwei­te Rei­he zu Con­nor Ja­mes und Evan Kauf­mann und bril­lier­te. Mor­gen im Heim­spiel ge­gen den Deut­schen Vi­ze­meis­ter Augs­bur­ger Pan­ther (19.30 Uhr, ISS Do­me) muss der Ka­na­di­er aber wie­der in die vier­te Rei­he zu den Jungspun­den Mar­tin Hin­ter­sto­cker und Die­go Hof­land. „Ich wer­de die Rei­hen so auf­stel­len, wie am An­fang ge­gen Kre­feld“, kün­digt DEG-Trai­ner Jeff Tom­lin­son an.

Dass der Coach nicht Courch­ai­ne für Bee­chey be­ruft, hat ei­nen dop­pel­ten Grund. Zum ei­nen sei die Spiel­dau­er­stra­fe – die nur für die lau­fen­de Par­tie gilt – ge­gen Bee­chey „lä­cher­lich“ ge­we­sen. „Er hat den Geg­ner nicht be­rührt. Der hat das gar nicht ge­spürt, sich nicht mal um­ge­dreht. Ty­ler hat ihn höchs­tens mit dem Schlä­ger ge­kit­zelt“, sagt Tom­lin­son, der aber mit Bee­chey sprach, dass er auch nur die blo­ße An­deu­tung ei­nes Stock­sti­ches in Zu­kunft un­ter­las­sen sol­le.

Den zwei­ten Grund für Courch­ai­nes Ver­bleib in Rei­he vier lie­fert der Stür­mer selbst – sei­ne Ab­wehrar- beit ge­nügt Tom­lin­son nicht. „Ich ha­be mich über sei­ne To­re ge­freut. Ein Tor­jä­ger will To­re schie­ßen und braucht das für sein Selbst­ver­trau­en. Aber er hat nach wie vor De­fi­zi­te in der De­fen­si­ve.“ Dar­um trai­nier­te Courch­ai­ne vor­ges­tern so­gar als Ab­wehr­spie­ler. „Er hat hart ge­ar­bei­tet“, sagt Tom­lin­son, „aber wenn er als letz­ter Mann ver­tei­di­gen muss, fühlt er sich nicht wohl. Das sieht man.“ Ge­nau das ist aber ei­ne An­for­de­rung des neu­en Sys­tems an al­le Spie­ler: Da im­mer wie­der Ver­tei­di­ger of­fen­siv wer­den, müs­sen auch An­grei­fer hin­ten aus­hel­fen kön­nen. Din­ge, die et­wa der sonst we­nig mit De­fen­siv­auf­ga­ben be­trau­te Cen­ter Rob Col­lins ver­in­ner­licht hat, muss Courch­ai­ne noch ler­nen. Tom­lin­son: „Bei un­se­rem Sys­tem ist das so: Wenn ei­ner von fünf Spie­lern ei­nen Feh­ler macht, sieht es ka­ta­stro­phal aus. Das führt fast im­mer zu ei­ner Ge­gen­chan­ce. Adam ar­bei­tet hart, aber wir müs­sen ihm da voll ver­trau­en kön­nen.“ DER VER­EIN Ge­grün­det 1878 als Augs­bur­ger EV, „Pan­ther“ seit 1994. Das Grün­dungs­mit­glied der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga (DEL) fei­er­te sei­nen größ­ten Er­folg, als es in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son Vi­ze­meis­ter wur­de. An­sons­ten ste­hen die Ti­tel Zweit­li­ga­meis­ter 1994, Ju­gend­meis­ter 1974 und Ju­nio­ren­meis­ter

FO­TO: HORSTMÜLLER

„Siehst du, da musst du hin“ – DEG-Trai­ner Jeff Tom­lin­son (mit­te, oben) gibt Stür­mer Adam Courch­ai­ne (re. un­ten) die Rich­tung vor, Cen­ter Rob Col­lins (links) hat die An­sa­gen sei­nes Coa­ches schon ver­in­ner­licht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.