23 Kran­ken­kas­sen fi­nan­zi­ell ge­fähr­det

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE - VON EVA QUADBECK

BERLIN Trotz Zu­satz­bei­trä­gen herrscht bei vie­len ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen fi­nan­zi­el­le Not­la­ge. 23 von rund 160 Kas­sen in Deutsch­land wer­den vom GKVSpit­zen­ver­band als „ge­fähr­det“ ein­ge­stuft. Dies geht aus in­ter­nen Un­ter­la­gen des Spit­zen­ver­ban­des her­vor, die un­se­rer Zei­tung vor­lie­gen. Wei­te­re 46 Kran­ken­kas­sen ste­hen we­gen ih­rer Fi­nanz­la­ge un­ter Be­ob­ach­tung. Ei­ne Mehr­heit von 88 Kas­sen wird als „un­be­denk­lich“ oder so­gar „leis­tungs­fä­hig“ be­zeich­net.

Auf ei­nem in­ter­nen „Ge­fähr­dungs­in­dex“ lis­tet der Spit­zen­ver­band die fi­nan­zi­ell an­ge­schla­ge­nen Kas­sen auf, oh­ne ih­re Na­men zu nen­nen. Dar­aus geht her­vor, dass neun Kas­sen ro­te Zah­len schrei­ben. Un­ter den Ge­fähr­de­ten sind drei Kas­sen, die mehr als 500 000 Mit­glie­der ha­ben.

Vie­le Kas­sen, die noch ein fi­nan­zi­el­les Pols­ter ha­ben, müs­sen trotz an­zie­hen­der Kon­junk­tur der­zeit da­von le­ben. Nach An­ga­ben des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums wer­den die Kas­sen in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich 3,1 Mil­li­ar­den Eu­ro we­ni­ger aus dem Ge­sund­heits­fonds ein­neh­men, als sie für die Ver­sor­gung der Ver­si­cher­ten aus­ge­ben. Die Mög­lich­keit, Zu­satz­bei­trä­ge zu er­he­ben, wo­von der­zeit 13 Kas­sen Ge­brauch ma­chen, ret­tet sie nicht. Die Kas­sen wer­den in die­sem Jahr nur rund 272 Mil­lio­nen Eu­ro ein­neh­men.

Die Zu­satz­bei­trä­ge kön­nen die De­fi­zi­te

nicht aus­glei­chen

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