Hoch­tief ist schon lan­ge be­gehrt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

E twas lang­wei­lig, da­für aber mit weit­ge­hend be­re­chen­ba­ren Ge­win­nen: Der Es­se­ner Bau­kon­zern Hoch­tief, der sich längst zu ei­nem in­ter­na­tio­na­len Di­enst­leis­ter mit al­len mög­li­chen In­fra­struk­tur-Ge­schäf­ten ent­wi­ckelt hat, war bei In­ves­to­ren im­mer schon ge­fragt. Zu­nächst griff sich RWE 1990 die Mehr­heit, stieg aber 2002 wie­der aus. Au­gust von Finck schnapp­te sich 2006 gut 25 Pro­zent und ver­kauf­te kurz da­nach wie­der – mit 500 Mil­lio­nen Eu­ro Ge­winn. 2007 kam der rus­si­sche Olig­arch De­ri­pas­ka, der we­gen sei­ner Bei­na­he-Plei­te eben­falls wie­der aus­stei­gen muss­te. Als ACS 2007 mit knapp 30 Pro­zent ein­stieg, wa­ren die Spa­nier noch als Boll­werk ge­gen ei­ne feind­li­che Über­nah­men will­kom­men. Jetzt grei­fen sie selbst nach Hoch­tief. Im­mer­hin will ACS den Kon­zern nicht zer­schla­gen. Das ist für die Mit­ar­bei­ter be­ru­hi­gend. Und nicht selbst­ver­ständ­lich, denn der Kon­zern kos­tet der­zeit we­ni­ger als die Sum­me sei­ner Fi­let­stü­cke.

THO­MAS REISENER

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