Neu­er An­lauf für Lan­des­bank-Fu­si­on

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - VON GEORG WINTERS

DÜSSELDORF Die rhei­ni­schen Spar­kas­sen ha­ben sich bei den Plä­nen für ei­ne Kon­so­li­die­rung der Lan­des­ban­ken hin­ter Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le ge­stellt und hof­fen of­fen­bar er­neut auf ein ent­spre­chen­des Bünd­nis für die Wes­tLB. „Vor­ran­gi­ges Ziel bleibt für al­le Ei­gen­tü­mer die Ein­brin­gung der Wes­tLB in den Kon­so­li­die­rungs­pro­zess der Lan­des­ban­ken in Deutsch­land“, sag­te Michael Breu­er, Prä­si­dent des rhei­ni­schen Spar­kas­sen­ver­ban­des RSGV und Auf­sichts­rats­chef der Wes­tLB.

Er freue sich, „dass es in den letz­ten Ta­gen auch aus dem Spar­kas­sen­la­ger ver­schie­de­ne Äu­ße­run­gen ge­ge­ben hat, die ei­ne Ver­wirk­li­chung die­ses Zie­les nä­her rü­cken las­sen, so zum Bei­spiel von den Spar­kas­sen in Hes­sen und Thü­rin­gen“, so Breu­er. So ist wie­der ein­mal ein Zu­sam­men­ge­hen von Wes­tLB und He­la­ba im Ge­spräch, und er­neut wird auch ei­ne Be­tei­li­gung der De­ka Bank dis­ku­tiert. Ei­ner solch gro­ßen Lö­sung wür­den sich mög­li­cher­wei­se auch die Spar­kas­sen in Hes­sen und Thü­rin­gen als größ­ter He­la­ba-Ei­gen­tü­mer nicht ver­schlie­ßen. Al­ler­dings lau­tet Breu­ers Ziel: „Wir wol­len am En­de des Pro­zes­ses ei­ne Lan­des­bank mit ei­nem sta­bi­len Ge­schäfts­mo­dell“, wäh­rend der hes­sisch­t­hü­rin­gi­sche Spar­kas­sen-Prä­si­dent Gerhard Grand­ke zu­letzt da­vor warn­te, al­le Lan­des­ban­ken zu ei­ner ein­zi­gen zu ma­chen, weil er die­se Kon­struk­ti­on für ge­fähr­lich hal­te. Zu­dem hat sich He­la­ba-Chef bis­her ein­deu­tig für die Bei­be­hal­tung des He­la­ba-Ge­schäfts­mo­dells aus­ge­spro­chen. Da­zu ge­hört aber ne­ben dem Ver­bund mit den Spar­kas­sen und ri­si­ko­ar­mem Ka­pi­tal­markt­ge­schäft ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Rechts­form. Die Wes­tLB da­ge­gen ist ei­ne pri­va­te AG.

Bei den Be­mü­hun­gen um ei­ne Neu­ord­nung der Lan­des­ban­ken ste­hen die Ei­gen­tü­mer der Wes­tLB am stärks­ten un­ter Zeit­druck, weil die Bank nach den Auf­la­gen der Eu­ro­päi­schen Uni­on bis En­de 2011 ver­kauft oder in ei­ne Fu­si­on ein­ge­bracht wer­den muss. Der frü­he­re Vor­sit­zen­de der CDU/CSU-Frak­ti­on im Bun­des­tag, Fried­rich Merz, ist mit der Su­che nach ei­nem Käu­fer be­auf­tragt wor­den und soll bis En­de des Mo­nats ei­ne Ver­kaufs­an­zei­ge ver­öf­fent­li­chen.

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