Die Zei­tung der Zu­kunft

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - VON CHRISTIN NÜNEMANN

DÜSSELDORF Beim Som­mer­sym­po­si­um des Bun­des­ver­bands deut­scher Pres­se­spre­cher (BdP) gab Sven Gös­mann, Chef­re­dak­teur der „Rhei­ni­schen Post“, ges­tern ei­nen Aus­blick auf die Zu­kunft der Zei­tung. „On­line ver­sus Off­line – oder po­si­ti­ve Sym­bio­se?“ frag­te er in sei­nem Vor­trag in der Lan­des­me­di­en­an­stalt im Düs­sel­dor­fer Me­di­en­ha­fen. „Die Me­dien­bran­che durch­läuft ei­nen tief­grei­fen­den Wan­del“, sag­te Gös­mann. Die Di­gi­ta­li­sie­rung sor­ge da­für, dass in den Ver­lags­häu­sern cross­me­di­al ge­ar­bei­tet wer­de. Das be­deu­te, dass In­hal­te über meh­re­re Me­di­en ver­netzt wür­den. „Der Zei­tung ge­hört wei­ter die Zu­kunft. Aber In­ter­net und an­de­re di­gi­ta­le Ent­wick­lun­gen wie das iPad wer­den das Me­di­um er­gän­zen“, sag­te Gös­mann. Zei­tun­gen, die dar­auf kei­ne Ant­wort fän­den, wür­den im Markt kaum be­ste­hen kön­nen.

Er be­ton­te: „Das In­ter­net ist kei­ne Be­dro­hung, son­dern ei­ne wun­der­ba­re Chan­ce.“ Al­ler­dings könn­ten On­line-In­hal­te lang­fris­tig nicht kos­ten­frei blei­ben. „Denn nur so kann die Qua­li­tät des Jour­na­lis­mus er­hal­ten blei­ben“, so Gös­mann. Je mehr In­halt ei­ne Zei­tung im In­ter­net ver­schen­ke, des­to we­ni­ger wer­de sie ernst ge­nom­men.

FO­TO: BAU­ER

Jan Mö­ni­kes (BdP-Jus­ti­ti­ar), Pe­ter Wid­lok (Lan­des­me­di­en­an­stalt), Ul­ri­ka Brandt (BdP-Spre­che­rin) und Sven Gös­mann (Rhei­ni­sche Post).

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