Biss­wun­de und Bie­nen­stich: Tipps für die ers­te Hil­fe

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SERIE -

Soll­ten Hun­de­be­sit­zer ers­te Hil­fe leis­ten müs­sen, soll­ten sie nicht ver­ges­sen, dass sich das Tier in ei­ner Aus­nah­me­si­tua­ti­on be­fin­det und un­ter Um­stän­den auch den ei­ge­nen Be­sit­zer bei­ßen könn­te. Be­son­ders nach Bei­ße­rei­en oder Au- to­un­fäl­len ist mit ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus Schock, Stress und Schmer­zen zu rech­nen. Da­her soll­te der Hun­de­be­sit­zer, wenn es nö­tig ist zum Bei­spiel Wun­den zu rei­ni­gen oder Blu­tun­gen zu stil­len, im­mer dem Hund den Fang zu­bin­den oder ei­nen Maul­korb auf­set­zen.

Bei Biss­wun­den geht es vor al­lem dar­um, die Wun­de gründ­lich zu rei­ni­gen und zu des­in­fi­zie­ren. Nach Au­to­un­fäl­len soll­te fest­ge­stellt wer­den, ob mög­li­cher­wei­se Kno­chen- brü­che vor­lie­gen. In je­dem Fall ist das Tier auf ei­ner sta­bi­len Un­ter­la­ge oh­ne un­nö­ti­ge Be­we­gung des ver­letz­ten Kör­per­teils zu ei­nem Tier­arzt zu brin­gen.

In der war­men Jah­res­zeit kann es vor­kom­men, dass Hun­de von In­sek­ten ins Maul ge­sto­chen wer­den. Häu­fig be­merkt man dies erst durch schnell an­schwel­len­de Lef­zen oder star­ken Spei­chel­fluss. Ist die Schwel­lung äu­ßer­lich sicht­bar, kann man sie mit Eis­beu­teln küh- len. Pro­ble­ma­ti­scher ist es, wenn der Ra­chenraum zu­schwillt. Dann kann man ver­su­chen, mit ei­nem Beiß­holz den Fang of­fen zu hal­ten und die Zun­ge her­aus zu zie­hen. Wich­tig ist, dass das Maul so weit ge­öff­net wird, dass ei­ne un­be­ein­träch­tig­te At­mung mög­lich ist. Nach Gift­auf­nah­me ist es wich­tig, den Hund mög­lichst so­fort zum Er­bre­chen zu brin­gen. Dies ge­schieht durch Ein­ga­be von Koch­salz­lö­sung (ein EL Koch­salz auf ein Glas war- mes Was­ser). Die ge­sam­te Was­ser­men­ge muss ver­ab­reicht wer­den, da­mit es zum Er­bre­chen kommt und so ei­ne mög­lichst gro­ße Men­ge des Gif­tes wie­der aus­ge­schie­den wird. Da­her emp­fiehlt es sich, ei­ne fünf oder zehn Mil­li­li­ter Sprit­ze im Haus zu ha­ben. So ist die Ein­ga­be von Flüs­sig­kei­ten we­sent­lich ein­fa­cher als mit ei­nem Löf­fel.

Un­se­re Ex­per­tin

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FO­TO: TIER­HEIM

Ki­ra

aus Net­te­tal

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