Hel­mes schießt Bayer zum Sieg

Der Le­ver­ku­se­ner Stür­mer er­ziel­te in sei­nem ers­ten Eu­ro­pa-Le­ague-Spiel drei Tref­fer beim 4:0-Tri­umph über Ro­sen­borg Trond­heim. Zu­dem traf Reinartz. Ein ge­lun­ge­ner Start in die Grup­pen­pha­se für die Werks­elf.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT - VON STE­FAN KLÜT­TER­MANN

LE­VER­KU­SEN Wolf­gang Holz­häu­ser ist ein An­hän­ger kla­rer Wor­te. Nach zu­letzt zwei Jah­ren oh­ne in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werb sei man im Kreis der 197 Ver­ei­ne von Eu­ro­pas Club-Ver­ei­ni­gung ECA nur noch ein „Hin­ter­bänk­ler“, schrieb Bayer Le­ver­ku­sens Ge­schäfts­füh­rer im Sta­di­onma­ga­zin. Das eins­ti­ge Stimm­recht: ver­lo­ren an den HSV. Der Weg zu­rück zu al­tem Ein­fluss ma­che al­so Er­fol­ge beim Come­back auf der Büh­ne der Eu­ro­pa Le­ague zur Pflicht. Das mun­te­re 4:0 (2:0) zum Auf­takt der Grup­pen­pha­se ge­gen über­for­der­te Nor­we­ger von Ro­sen­berg Trond­heim ges­tern war al­so ein op­ti­ma­ler Start.

Das Spiel vor der tris­ten Zweit­li­ga-Ku­lis­se von 13 065 Zu­schau­ern in der BayA­re­na war ge­ra­de vier Mi­nu­ten alt, da führ­te ei­ne um­for­mier­te Werks­elf, bei der Michael Bal­lack und Re­na­to Au­gus­to ver­letzt fehl­ten und Ste­fan Kieß­ling so­wie Ar­turo Vi­dal zur Scho­nung auf der Bank blie­ben, schon mit 1:0. Sid­ney Sam nutz­te ei­nen ka­pi­ta­len Stel­lungs­feh­ler von Ro­sen­borg-Ka­pi­tän Mi­ka­el Dor­sin und be­dien­te in der Mit­te Patrick Hel­mes, der aus fünf Me­tern nur noch ein­zu­schie­ben brauch­te. Was sich dann ent­wi­ckel­te, war ein ziem­lich un­ge­zwun­gen da­her­kom­men­der Kick, bei dem die Ab­wehr der Nor­we­ger bes­ten­falls Ama­teur­ni­veau an den Tag leg­te und ein vor al­lem über den agi­len Sam an­sehn­lich kom­bi­nie­ren­des Bayer re­gel­mä­ßig zu Chan­cen ein­lud. Ei­ne nutz­te schließ­lich Ste­fan Reinartz mit ei­nem schö­nen Link­schuss aus 20 Me­tern in den Win­kel zum 2:0 (38. Mi­nu­te).

Weil aber auch die Gast­ge­ber schon mal in ei­nen Kon­ter lie­fen, kam Trond­heim eben­falls zu Chan­cen. Dort war aber bei ei­nem gut auf­ge­leg­ten Re­né Ad­ler End­sta­ti­on. Als Gäs­te­kee­per Da­ni­el Ör­lund sich dann nach ei­ner St­un­de auch noch dem im­mer über­schau­ba­re­ren Le­vel sei­ner Vor­der­leu­te an­schloss und bei ei­nem Flach­schuss von Hel­mes aus spit­zem Win­kel die kur­ze Ecke frei­mü­tig feil­bot, stand es 3:0. Spä­tes­tens zu die­sem Zeit­punkt war die­se Eu­ro­pa­po­kal-Par­tie nur noch ei­ne er­fri­schen­de Trai­nings­ein­heit für die Ak­teu­re in schwarz und rot. In die­ser köpf­te Hel­mes ei­ne Flan­ke von Da­ni­el Sch­wa­ab we­nig spä­ter völ­lig frei­ste­hend zu sei­nem drit­ten Tref­fer in sei­nem ers­ten Eu­ro­pa-Le­ague-Spiel ein. „Drei To­re, drei Punk­te – heu­te lief’s gut“, fand Hel­mes. Ge­gen Nürnberg am Sonn­tag in der Bun­des­li­ga dürf­te es schwie­ri­ger wer­den.

FO­TO: HORSTMÜLLER

Ju­bel­po­se: Patrick Hel­mes traf drei Mal beim 4:0--Sieg von Bayer Le­ver­ku­sen in der Eu­ro­pa Le­ague.

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