Da­vis-Cup-Team ge­gen Süd­afri­ka der Fa­vo­rit

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT / ROMAN - VON ECK­HARD CZE­KAL­LA

STUTT­GART/DÜSSELDORF Pa­trik Küh­nen (44) lässt kei­ne Zwei­fel zu. „Wir müs­sen die Klas­se hal­ten“, for­dert der ehe­ma­li­ge Ten­nis­pro­fi. Seit 2003 ist er Chef des Da­vis-CupTeams. Und das kämpft ab heu­te auf dem Cen­ter Court der An­la­ge am Stutt­gar­ter Weis­sen­hof dar­um, auch 2011 zu den 16 Mann­schaf­ten in der Welt­li­ga zu ge­hö­ren. Wäh­rend die Gast­ge­ber zehn Pro­fis un­ter den ers­ten 100 der Welt­rang­lis­te ha­ben, ist Geg­ner Süd­afri­ka nach dem Aus­fall sei­nes Spit­zen­spie­lers dort gar nicht ver­tre­ten. Ke­vin An­der­son (Nr. 65) muss­te nach ei­ner Ze­hen­ope­ra­ti­on ab­sa­gen.

Küh­nen hat­te sich mit sei­nen Spie­lern be­ra­ten und dann fest­ge­legt, dass man im Frei­en und auf Sand spie­len wird, „weil da un­se­re Chan­cen am größ­ten sind“. Phil­ipp Kohl­schrei­ber (Nr. 31) trifft heu­te ab 11 Uhr auf Rik de Voest (205), da­nach be­kommt es Flo­ri­an Mayer (45) mit Iz­ak van der Mer­we (159) zu tun. Wäh­rend die süd­afri­ka­ni­schen Ein­zel­spie­ler über­wie­gend bei un­ter­klas­si­gen Fu­ture-und Chal­len­ger-Tur­nie­ren an­tre­ten, ist das Dop­pel durch­aus zu be­ach­ten. Wes­ley Moo­die und Jeff Coet­zee zäh­len zu den bes­se­ren Du­os und sind mor­gen ge­gen Andre­as Beck und Chris­to­pher Kas nicht chan­cen­los. Gäs­te-Te­am­chef John-Laff­nie de Ja­ger macht je­den­falls in Op­ti­mis­mus: „Wir lie­ben die Her­aus- for­de­rung, und wir ha­ben ein gu­tes und aus­ge­gli­che­nes Team.“

Nach 21 Jah­ren spielt die Da­vis­Cup-Trup­pe wie­der mal in Stutt­gart. Da­mals stan­den die Fans über Nacht nach Kar­ten an. Dies­mal be­kom­men die Schul­kin­der heu­te frei und sol­len hel­fen, die Tri­bü­nen zu fül­len. „Die Wahr­neh­mung ist na­tür­lich grö­ßer, wenn man im Halb­fi­na­le oder Fi­na­le steht“, meint Pa­trik Küh­nen. Der Mann­hei­mer war 1989 als Er­satz­mann da­bei, als Bo­ris Be­cker, Char­ly Steeb und Eric Je­len im Fi­na­le die fa­vo­ri­sier­ten Schwe­den mit 3:2 be­sieg­ten und ei­nen der drei Da­vis-Cup-Tri­um­phe (noch 1988 und 1993) fei­er­ten. In die­sem Jahr platz­ten die deut­schen Träu­me be­reits in der ers­ten Run­de. In Tou­lon war Gast­ge­ber Frank­reich beim 4:1 zu stark.

Die Fran­zo­sen sind mit zwölf Pro­fis in den Top 100 die Num­mer zwei nach den Spa­ni­ern (13) und vor den Deut­schen, die sich aber über­wie­gend im letz­ten Drit­tel der Rang­lis­te tum­meln. Ab heu­te kämp­fen sie in Lyon ge­gen Ar­gen­ti­ni­en um den Ein­zug ins Fi­na­le (3. bis 5. De­zem­ber). Den Geg­ner er­mit­teln in Bel­grad Gast­ge­ber Ser­bi­en und Tsche­chi­en, die bei­de nur drei Spie­ler un­ter den welt­bes­ten 100 ha­ben. Nicht mehr da­bei ist Spa­ni­en, Sie­ger der Jah­re 2008 und 2009. Oh­ne den Welt­rang­lis­ten-Ers­ten Ra­fa­el Na­dal ver­lo­ren die Ibe­rer im Vier­tel­fi­na­le in Cler­mont-Fer­rand ge­gen Frank­reich mit 0:5.

FO­TO: DPA

Phil­ipp Kohl­schrei­ber be­strei­tet heu­te ab 11 Uhr das ers­te Ein­zel.

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