Hat Le­ti­zia ab­ge­trie­ben?

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - GESELLSCHAFT -

MA­DRID (RP) Als lie­be­vol­le Mut­ter zeig­te sich Spa­ni­ens Kron­prin­zes­sin Le­ti­zia (38) die­se Wo­che bei der Ein­schu­lung ih­rer jüngs­ten Toch­ter So­fia. Zärt­lich um­arm­te sie die Drei­jäh­ri­ge und trös­te­te sie, als So­fia hin­ge­fal­len war. So­fi­as gro­ße Schwes­ter Leo­nor (4) ver­sprach vor lau­fen­den Ka­me­ras: „Ich pas­se auf sie auf.“ Auch Kron­prinz Fe­li­pe (42) ließ es sich trotz al­ler Ver­pflich­tun­gen nicht neh­men, sei­ner Jüngs­ten zur Sei­te zu ste­hen.

Doch das Bild der hei­len Welt der spa­ni­schen Kö­nigs­fa­mi­lie scheint man­chem trü­ge­risch. Jüngs­ten An­lass für Kri­sen­stim­mung lie­fert ei­ne un­au­to­ri­sier­te Bio­gra­phie von Isid­re Cu­nill Sanz (54) über die Kron­prin­zes­sin: „Le­ti­zia Or­tiz – ei­ne Re­pu­bli­ka­ne­rin am Hof von Juan Car­los I.“. Das Buch ist vol­ler bri­san­ter Be­haup­tun­gen, die im ka­tho­lisch ge­präg­ten Spa­ni­en für reich­lich Auf­re­gung sor­gen.

Der Au­tor be­rich­tet nicht nur von Af­fä­ren, die Le­ti­zia vor ih­rer Hoch­zeit mit dem Kron­prin­zen ge­habt ha­ben soll. Zu­dem ha­be die ehe­ma­li­ge TV-Jour­na­lis­tin Dro­gen (Ha- schisch) kon­su­miert. Auch Mon­ar­chie und Kir­che sieht die 38-Jäh­ri­ge laut Sanz kri­tisch. Fer­ner wird auf den 239 Sei­ten des Bu­ches über De­pres­si­ons­er­kran­kun­gen be­rich­tet, die in Le­ti­zi­as Fa­mi­lie auf­ge­tre­ten sein sol­len. Für be­son­de­re Em­pö­rung sorgt in Spa­ni­en je­doch die Be­haup­tung, die Kron­prin­zes­sin ha­be 1996 in Me­xi­ko ein Kind ab­trei­ben las­sen.

Die bri­san­ten In­for­ma­tio­nen will Sanz Be­rich­ten des spa­ni­schen Ge­heim­diens­tes CNI ent­nom­men ha­ben. Kon­kre­te Be­le­ge da­für lie­fert der Au­tor aber nicht. Und das Kö­nigs­haus und der CNI leug­nen laut „Bild“-Zei­tung die Exis­tenz ei­nes sol­chen Dos­siers.

Ob Le­ti­zia ge­gen die Ver­öf­fent­li­chung der Bio­gra­phie recht­lich vor­ge­hen wird, ist bis­lang nicht be­kannt. Ihr Le­ben als Kron­prin­zes­sin macht das Buch si­cher nicht leich­ter. Von An­fang an kri­ti­sier­ten Kon­ser­va­ti­ve ih­re Be­zie­hung mit Fe­li­pe. Man­ches­mal ver­stieß Le­ti­zia ge­gen die Eti­ket­te am Kö­nigs­hof. Im­mer wie­der gibt es Ge­rüch­te, die Be­las­tun­gen hät­ten sie an Ma­ger­sucht er­kran­ken las­sen. „Sie muss je­den Tag im Pa­last die Höl­le durch­ma­chen“, be­rich­te­te ein­mal der spa­ni­sche Adel­sex­per­te Car­los de Ma­rechal. Jai­me Pena­fiel, ein wei­te­rer Ken­ner der spa­ni­schen Kö­nigs­fa­mi­lie, sag­te nun: „Der Kron­prin­zes­sin kann man kei­nen Vor­wurf ma­chen. Aber dem Kron­prin­zen, der sie ge­hei­ra­tet hat. Und dem Kö­nig, der die­se Ehe nicht ver­hin­dert hat.“

FO­TO: RTR

Le­ti­zia um­armt ih­re Toch­ter vor de­ren ers­tem Schul­tag.

So­fia

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