Düs­sel­dorfs neue Krea­tiv­mei­le

Nicht nur auf dem Carls­platz selbst, son­dern auch rund um den Markt kann fla­niert, ge­kauft und ge­schlemmt wer­den. Vie­le klei­ne Lä­den mit be­son­de­rem Charme ha­ben sich dort in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten an­ge­sie­delt.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON DAG­MAR HAAS-PIL­WAT

Er ist Düs­sel­dorfs Mit­te. Er ist sze­nig und urig, ei­ne At­trak­ti­on für Be­su­cher, und von den Düs­sel­dor­fern wird er heiß ge­liebt: der Carls­platz. Dort kann man al­les vom Brot bis Blu­men frisch vom Markt kau­fen und so­gar auf Welt­rei­se ge­hen – zu­min­dest lu­kul­lisch: Von Stand zu Stand kommt man beim Per­ser und Grie­chen, beim Ita­lie­ner und Fran­zo­sen auf sei­ne Kos­ten. Aber das Kar­ree um den Markt ist mehr als nur der Treff­punkt zum Obst-und Ge­mü­se­kauf, zum Zwi­schen­durch­Es­sen und Trin­ken.

Am Kaf­fee nip­pen und shop­pen

Vie­le Bou­ti­quen und Bras­se­ri­en ha­ben in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten zwi­schen alt­ein­ge­ses­se­nem Bet­ten-und Re­form­haus, zwi­schen Apo­the­ke und Fri­seur er­öff­net. Der Carls­platz so­wie die an­gren­zen­den Mit­tel-, Ber­ger-und Ben­ra­ther Stra­ße sind der ul­ti­ma­ti­ve Hots­pot, wo je­der hin will. Po­ten­ti­el­le Mie­ter ste­hen Schlan­ge, so­bald ein La­den­lo­kal frei wird. So war Carls­platz 1 seit lan­gem die Wun­scha­dres­se der Kult­kos­me­tik­mar­ke aus New York. „Kiehl’s hat end­lich ei­nen idea­len Stand­ort in Düsseldorf ge­fun­den“, sagt Ric­car­da Kolb, die die Deutsch­land-Ge­schäf­te des be­lieb­ten Be­au­ty-La­bels führt. Auf ei­ner Ver­kaufs­flä­che von 40 Qua­drat­me­tern ist ei­ne klei­ne Bou­tique für Lieb­ha­ber hoch­wer­ti­ger Pfle­ge­pro­duk­te ent­stan­den.

Gleich da­ne­ben hat sich in neu­en, auf alt ge­mach­ten Ge­mäu­ern „Le Pain Quo­ti­di­en“ nie­der­ge­las­sen und lockt mit Le­cke­rei­en rund um Brot, Sa­lat und Sü­ßem. „Ein Haus be­steht aus Holz und St­ein, ein Zu­hau­se aus Herz­blut und Träu­men.“ Die­sem Mot­to ge­treu lebt und han­delt Nor­man Jas­pers. Das Er­geb­nis: sein neu­er Mu­ti­brand-Sto­re am Carls­platz 1 in ei­ner Top-La­ge. Der neue „Jas­pers Li­fe­style Fa­shion & Denim“ Sto­re prä­sen­tiert auf rund 80 Qua­drat­me­ter sei­ne Band­brei­te an in­ter­na­tio­na­ler Mo­de, Schu­hen und Ac­ces­soires. Neue, be­son­de­re La­bels wie El­li­ot Mann, Cold Me­thod, Mat­ta oder auch Tig­ha un­ter­strei­chen den mo­di­schen An­spruch Jas­pers.

Al­les an­de­re als Main­stream ist auch „Smi­le“ mit schö­nem Schmuck und aus­ge­fal­le­nen Ta­schen aus feins­tem Le­der. Mit „Kauf dich glück­lich“ hat ein Stück Ber­linMit­te am Rhein ei­nen Ab­le­ger er­öff- net. Mo­de skan­di­na­vi­scher Mar­ken und jun­ge De­si­gner aus Berlin ste­hen im Mit­tel­punkt. Al­les sieht ein biss­chen wie im Wohn­zim­mer aus, man trinkt Kaf­fee, sieht sich um, pro­biert an und kauft ein. Lo­cker geht es auch bei „Iden­ti­ta Ita­lia­na“ mit sei­nen sty­li­schen, vor al­lem ita­lie­ni­schen Mar­ken am Carls­platz 22 zu. Ne­ben­an hat sich auf 800 Qua­drat­me­tern der Sport-and Street­we­ar-Shop „Rockon“ eta­bliert. Er er­gänzt vom Kon­zept her die an­de­ren Lä­den wie „Car­hartt“, „Vi­bes“ und „Sni­pes“ auf der Mit­tel­stra­ße.

Nicht so sze­nig geht es auf der Ben­ra­ther Stra­ße zu. Dort ist der U-Bahn-Bau ein we­nig vom „Apro­pos Con­cept Sto­re“ ab­ge­rückt, und die Schau­fens­ter­fron­ten sind end­lich bes­ser zu se­hen. In un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft auch zu „He­art­brea­ker“ mit sei­nem far­ben­fro­hen Strick wird dem­nächst „Bo­gos­se“ ein­zie­hen – ein fei­ner Her­ren­aus­stat­ter, spe­zia­li­siert auf Hem­den. Ge­gen­über rüs­ten sich „Cin­que“ und der Je­ans­ma­cher „7 for all man­kind“ für die Er­öff­nung En­de des Mo­nats im „Ben 12“.

Das Kar­ree rund um den Carls­platz ist in Be­we­gung und zu ei­nem krea­ti­ven Ge­gen­stück zur no­blen Kö avan­ciert.

RP-FO­TO: THO­MAS BUSSKAMP (2)

Ein Stück Berlin-Mit­te im Her­zen Düs­sel­dorfs: der Ber­li­ner Ab­le­ger „Kauf dich glück­lich“.

FO­TO: JAPSERS

„Jas­pers“ – ei­ne Fund­gru­be für aus­ge­fal­le­ne Mo­de­mar­ken.

„Smi­le“ – ein La­den mit Schmuck und aus­ge­fal­le­nen Ta­schen.

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