Der Rei­her darf aus Plas­tik sein

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

E s ist schon ei­ne Wei­le her, dass wir hier über die ver­schie­de­nen Tier­chen be­rich­te­ten, die un­se­ren Gar­ten im Düs­sel-Dorf Lörick be­völ­kern. Ab­ge­se­hen von den rie­si­gen Spin­nen, die die­ses frü­her als sonst im Haus ein war­mes Eck­chen su­chen, hat sich noch was an­de­res ver­än­dert: Wir ha­ben ei­nen Rei­her ge­kauft. Nein, kei­nen Le­ben­den. Bei den heu­ti­gen Fisch­prei­sen wür­de des­sen Fut­ter uns arm ma­chen. Nein – die­ser Vo­gel ist aus Kunst­stoff. Al­ler­dings le­bens­groß und so be­malt, dass er wie echt aus­sieht. Das muss er auch. Denn Ken­ner die­ser rie­si­gen Raub­vö­gel ha­ben uns er­zählt, ein le­ben­der Rei­her lan­de (und räu­be­re) nie­mals dort, wo ein Ge­nos­se schon am Werk ist. Und ex­akt die­sen Ein­druck er­weckt un­ser Plas­tik­vo­gel: Er steht am Gar­ten­teich, re­gungs­los (kein Wun­der!) und tut so, als wür­de er gleich zu­sto­ßen. Die vor­bei­flie­gen­den Kol­le­gen fal­len drauf rein – und las­sen un­se­re Gold­fi­sche in Ru­he. De­ren Be­stand war näm­lich dras­tisch zu­rück­ge­gan­gen, auch der in den Jah­ren wun­der­bar ge­wach­se­ne Koi muss­te dran glau­ben. Seit­dem je­doch die At­trap­pe dort steht, ist Frie­de über den Was­sern – und uns kom­men die knapp 40 Eu­ro für das Plas­tik­tier auch nicht mehr so hap­pig vor. ho-

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