Impf-Kam­pa­gne ge­gen Grip­pe

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(pank) In Deutsch­land ster­ben je­des Jahr mehr Men­schen an der Grip­pe als bei Ver­kehrs­un­fäl­len, sagt Jür­gen Vogt, Re­gio­nal­di­rek­tor der AOK Rhein­land. Mit die­sem Ver­gleich wol­le er nie­man­den er­schre­cken, son­dern die Not­wen­dig­keit be­to­nen, sich ge­gen die In­flu­en­za imp­fen zu las­sen. Die­se Vor­sor­ge-Maß­nah­me spen­diert die AOK ge­setz­lich Ver­si­cher­ten al­ler Kran­ken­kas­sen kos­ten­frei an drei fes­ten Ter­mi­nen im Herbst.

Impf­mü­de we­gen Schwei­ne­grip­pe

Be­son­ders in die­sem Jahr droht ei­ne be­son­ders aus­ge­präg­te Impf­mü­dig­keit, be­fürch­tet Vogt. „Nach der Schwei­ne­grip­pe-Wel­le im ver­gan­ge­nen Win­ter sind die Men­schen ir­ri­tiert“, sagt Vogt. Da­bei set­zen ge­ra­de Ri­si­ko­grup­pen ih­re Ge­sund­heit aufs Spiel, wenn sie sich nicht vor den Vi­ren schüt­zen. Drin­gend emp­foh­len sei die Imp­fung Pa­ti­en­ten mit Er­kran­kun­gen wie Asth­ma, chro­ni­scher Bron­chi­tis, Herz­pro­ble­men, Dia­be­tes oder Im­mun­de­fek­ten. „Bei Men­schen über 60 Jah­ren senkt die Imp­fung das Ri­si­ko ei­ner In­fek­ti­on um 70 bis 80 Pro­zent“, sagt Jörg Schmitz-Beu­ting, städ­ti­scher Me­di­zi­nal­di­rek­tor des Düs­sel­dor­fer Ge­sund­heits­am­tes, das die Impf­kam­pa­gne der AOK be­reits seit den 1970 er Jah­ren un­ter­stützt.

Ei­ne aus­drück­li­che Impf-Emp­feh­lung geht seit die­sem Jahr auch an Schwan­ge­re. Mut­ter und Kind pro­fi­tie­ren da­bei so­gar dop­pelt. Denn die ge­spritz­ten An­ti­kör­per schüt­zen den Säug­ling auch in den ers­ten Mo­na­ten nach der Ge­burt.

Mit ei­ner er­höh­ten An­ste­ckungs­ge­fahr le­ben all je­ne, die häu­fi­gen Um­gang mit an­de­ren Men­schen ha­ben. Der Schutz des Serums setzt al­ler­dings erst zwei Wo­chen nach der Be­hand­lung ein, wes­we­gen die Imp­fung recht­zei­tig vor der gro­ßen Grip­pe­wel­le ver­ab­reicht wer­den soll­te.

Auf ei­ne schüt­zen­de Wir­kung zu­rück­lie­gen­der Imp­fun­gen soll­te sich nie­mand ver­las­sen. „Die Grip­pe-Vi­ren mu­tie­ren stän­dig“, er­klärt AOK-Di­rek­tor Vogt. Des­we­gen piek­sen die Ärz­te ein völ­lig neu­es Prä­pa­rat. „Die ver­wen­de­ten Stof­fe sind gut ver­träg­lich und ha­ben kaum Ne­ben­wir­kun­gen“, ver­si­chert Vogt.

Impf-Ter­mi­ne

RP-FO­TO: ANDRE­AS BRETZ

Ex-Fortu­na-Pro­fi Ro­bert Pa­li­ku­ca ging mit gu­tem Bei­spiel vor­an und ließ sich von Jörg Schmitz-Beu­ting vom Ge­sund­heits­amt imp­fen.

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