Be­schwer­de­aus­schuss: Är­ger um Ab­sa­ge

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(jtü/tler) Sechs El­tern von Kin­der­gar­ten­kin­dern, die nach ei­ner Odys­see durch die In­stan­zen end­lich an­ge­hört wer­den möch­ten, da­zu zwei Ver­tre­ter der Initia­ti­ve „Ret­tet den Golz­hei­mer Fried­hof“ mit ähn­li­cher Vor­ge­schich­te: Sie hat­ten sich an den An­re­gungs-und Be­schwer­de­aus­schuss ge­wandt und ge­hofft, dort Ant­wor­ten zu be­kom­men. Statt­des­sen lan­de­ten sie ges­tern bei der Links­frak­ti­on im Rat­haus. Denn die Aus­schuss­sit­zung wur­de ab­ge­sagt – nicht zum ers­ten Mal, sagt die Lin­ke.

Die Ver­wal­tung hat­te ent­schie­den, dass der Aus­schuss für die ver­meint­lich zu we­ni­gen Be­schwer­den nicht zu­stän­dig sei. „Wir er­fah­ren we­der, wer das nach wel­chen Kri­te­ri­en ent­schei­det, noch um wel­che Be­schwer­den es sich han­delt“, so Die­ter Sa­wa­lies, Ver­tre­ter der Lin­ken. Um grund­sätz­lich zu klä­ren, für wel­che The­men das Gre­mi­um zu­stän­dig ist, sa­ßen ges­tern eben­falls im Rat­haus an­de­re füh­ren­de Ver­tre­ter des Be­schwer­de­aus­schus­ses mit Ex­per­ten des Rechts­amts zu­sam­men.

Das wie­der­um be­grüßt Gün­ter Ka­ren-Jun­gen, Frak­ti­ons­vor­sit­zen- der der Grü­nen und Mit­glied im Be­schwer­de­aus­schuss. Er regt ei­ne Kam­pa­gne an, um die Ar­beit des Gre­mi­ums be­kann­ter zu ma­chen. „Es ist ein her­vor­ra­gen­des Fo­rum, in dem Bür­ger ih­re Be­lan­ge vor­tra­gen kön­nen“, sagt er.

Ka­ren-Jun­gen ver­ur­teil­te je­doch das Vor­ge­hen der Lin­ken und de­ren Kri­tik dar­an, dass das Gre­mi­um sich nicht mit der Ein­ga­be der El­tern von Kin­der­gar­ten-Kin­dern be­schäf­ti­ge. Sie be­kla­gen Miss­stän­de in ei­ner ka­tho­li­schen Ki­ta. Ka­ren-Jun­gen: Das Ju­gend­amt ha­be den El­tern im Ju­li mit­ge­teilt, dass sie sich an den Trä­ger, die ka­tho­li­sche Kir­che, wen­den müss­ten. „Dass die Lin­ke dies jetzt in­stru­men­ta­li­siert, um Kri­tik am Be­schwer­de­aus­schuss zu äu­ßern, ist un­red­lich“, sagt der Grü­nen-Po­li­ti­ker.

Gleich­wohl: Wer sich nun der El­tern an­nimmt, die seit Mo­na­ten zwi­schen Stadt, Diö­ze­san­ver­band und Stadt­de­chant hin-und her­ge­schickt wer­den, bleibt un­klar. An den Be­schwer­de­aus­schuss hat­ten sie sich ge­wandt, weil sie sich „ohn­mäch­tig“ füh­len und Hil­fe da­bei er­hof­fen, die be­tei­lig­ten Stel­len an ei­nen Tisch zu be­kom­men.

„Wir er­fah­ren nicht, wo­rum es sich bei Be­schwer­den han­delt“

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