Fi­nanz-Chef und Eh­ren­vor­sit­zen­der

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

Z uletzt ist es ru­hi­ger um ihn ge­wor­den, sein Na­me tauch­te nicht mehr in den Schlag­zei­len auf. Man­fred Abra­hams wird dar­über nicht trau­rig sein, denn sei­nen der­zei­ti­gen Be­kannt­heits­grad in Düsseldorf ver­dankt er ei­ni­gen Vor­komm­nis­sen in der Kre­fel­der Steu­er­be­hör­de, die zu sei­ner dor­ti­gen Amts­zeit ge­scha­hen. Da war of­fen­bar schlam­pig ge­ar­bei­tet wor­den, der Stadt ging viel Geld ver­lo­ren. Dass man ihm das persönlich wür­de an­hän­gen kön­nen, hat­ten po­li­ti­sche Geg­ner zwar ge­hofft, aber bis­her ist das nicht ge­lun­gen. Und in Düsseldorf stan­den vor al­lem die CDU-Rats­her­ren und der OB die gan­ze Zeit fest hin­ter dem Fi­nanz­ex­per­ten, den sich in die Lan­des­haupt­stadt ge­holt ha­ben. Der Herr des Gel­des ist nun mit ei­ner Auf­ga­be be­traut, die ihm Spaß ma­chen dürf­te: Er be­treut den Haus­halt 2011, der aus­ge­gli­chen sein wird und der der Stadt Düsseldorf wie­der vie­le Mög­lich­kei­ten gibt, zu ge­stal­ten. Weil sie wohl­ha­bend ist und im Lau­fe des Jah­res mehr Geld ein­neh­men wird, als man er­war­tet hat­te. Wie es ist, nur den Man­gel zu ver­wal­ten, hat Abra­hams in Kre­feld über Jah­re er­le­ben müs­sen. Den­noch gut zu haus­hal­ten und ver­nünf­tig den Rot­stift an­zu­set­zen, war ei­ne Ga­be, die sei­nen Ruf als gu­ter Fi­nanz­mann un­ter­mau­er­te. Kür­zen muss er hier nicht, aber den­noch wird von ihm ver­nünf­ti­ger Um­gang mit den Fi­nan­zen er­war­tet – und als obers­te Ma­xi­me steht die zu er­hal­ten­de Schul­den­frei­heit. In sei­ner Hei­mat Mön­chen­glad­bachNeu­werk war Abra­hams lan­ge CDU-Vor­sit­zen­der. Das Amt gab er jetzt ab, wur­de Eh­ren­vor­sit­zen­der. Aber bei Bo­rus­sia wird er wei­ter re­gel­mä­ßig zu­schau­en.

HANS ONKELBACH

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