Wes­tLB und baye­ri­sche Lan­des­bank prü­fen Fu­si­on

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE - VON GEORG WINTERS

DÜSSELDORF Ei­ne Wo­che vor dem Lan­des­ban­ken-Gip­fel im Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um kommt Be­we­gung in die Bran­che: Die Wes­tLB und die Bay­ernLB er­klär­ten ges­tern, sie woll­ten ei­ne Fu­si­on prü­fen. Ziel sei es, ei­ne Bank mit dem Schwerpunkt Un­ter­neh­mens­fi­nan­zie­rung zu schaf­fen. Bis zum Jah­res­en­de soll ei­ne Ent­schei­dung dar­über fal­len, ob ein sol­cher Zu­sam­men­schluss be­triebs­wirt­schaft­lich sinn­voll ist. Bei ei­ner Fu­si­on ent­stün­de die dritt­größ­te deut­sche Bank nach der Deut­schen Bank und der Com­merz­bank.

So­wohl die Wes­tLB als auch die Bay­ernLB ha­ben in der Fi­nanz­kri­se schwe­re Ver­lus­te er­lit­ten und konn­ten nur durch Mil­li­ar­den­hil­fen des Bun­des und ih­rer Ei­gen­tü­mer über­le­ben. Wes­tLB-Vor­stands­chef Dietrich Voigt­län­der er­klär­te ges­tern, aus der „von Alt­las- ten be­frei­ten und auf das Kun­den­ge­schäft fo­kus­sier­ten Wes­tLB“ und der Bay­ernLB könn­te ein star­ker Un­ter­neh­mens­fi­nan­zie­rer ent­ste­hen. Auch der Deut­sche Spar­kas­sen-und Gi­ro­ver­band so­wie NRWFi­nanz­mi­nis­ter Nor­bert Wal­terBor­jans (SPD) be­grüß­ten die Plä­ne. Wal­ter-Bor­jans, der als Ver­tre­ter des Lan­des NRW im Auf­sichts­rat der Wes­tLB sitzt, sprach al­ler­dings auch von „ei­ner un­ter meh­re­ren Op­tio­nen“. Kürz­lich hat­te es Spe­ku­la­tio­nen über ein mög­li­ches Zu­sam­men­ge­hen der Wes­tLB mit der Frank­fur­ter Lan­des­bank He­la­ba ge­ge­ben. Par­al­lel soll der als Treu­hän­der ein­ge­setz­te An­walt Fried­rich Merz (CDU) bis Mo­nats­en­de – wie von der EU ge­for­dert – ei­ne Ver­kaufs­an­zei­ge für die Wes­tLB ver­öf­fent­li­chen, um die Mög­lich­keit ei­nes Ver­kaufs an ei­nen pri­va­ten In­ves­tor of­fen­zu­hal­ten.

NRW-Fi­nanz­mi­nis­ter: Fu­si­on ist ei­ne von meh­re­ren Op­tio­nen

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