Gabriel: Wer sich nicht in­te­grie­ren will, muss ge­hen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE -

BERLIN (RP) Der SPD-Vor­sit­zen­de Sig­mar Gabriel hat ei­ne här­te­re Gan­gart ge­gen in­te­gra­ti­ons­un­wil­li­ge Mi­gran­ten ge­for­dert. SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin Andrea Nah­les er­gänz­te, neue ge­setz­li­che Maß­nah­men sei­en nicht nö­tig.

Gabriel sag­te „Spie­gel On­line“: „Wer auf Dau­er al­le In­te­gra­ti­ons­an­ge­bo­te ab­lehnt, der kann eben­so we­nig in Deutsch­land blei­ben wie vom Aus­land be­zahl­te Hass­pre­di­ger.“ Der SPD-Chef sprach sich für Hil­fen bei der Ein­glie­de­rung wie et­wa Sprach­kur­se aus. Es gel­te, die vie­len ge­lun­ge­nen Bei­spie­le für In­te­gra­ti­on vor­zu­zei­gen. Gabriel: „Aber na­tür­lich müs­sen wir auch for­dern. Egal ob Deut­scher oder Aus­län­der: Wer sei­ne Kin­der nicht re­gel­mä­ßig und pünkt­lich in die Schu­le schickt, dem schi­cken wir die Po­li­zei vor­bei, und der zahlt auch emp­find­li­che Buß­gel­der.“

Mit sei­nem Ruf nach Sank­tio­nen er­hielt Gabriel Un­ter­stüt­zung aus der FDP und von der In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung, Ma­ria Böh­mer (CDU). Grü­nen-Chef Cem Öz­de­mir sag­te, es sei gut, wenn sich die SPD an der In­te­gra­ti­ons­dis­kus­si­on wie­der ak­tiv be­tei­li­ge. Er ra­te aber da­von ab, „aufgeschreckt durch die Sar­ra­zinDe­bat­te“ zu agie­ren.

Als „po­pu­lis­tisch“ wies Öz­de­mir Ga­b­ri­els Vor­schlag zu­rück, das Volk über län­ge­re Lauf­zei­ten für die Atom­kraft­wer­ke ent­schei­den zu las­sen. Der SPD-Chef hat­te er­klärt, sei­ne Par­tei sei be­reit, zu­sam­men mit der Ko­ali­ti­on das Grund­ge­setz zu än­dern, um ei­nen Volks­ent­scheid zu er­mög­li­chen.

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