In den Gr­ab­kam­mern des Pha­ra­os

Ob­wohl kein ein­zi­ges Aus­stel­lungs­stück echt ist, zieht die Aus­stel­lung „Tu­tan­cha­mun – Sein Gr­ab und die Schät­ze“ eu­ro­pa­weit Be­su­cher an. 1,7 Mil­lio­nen Be­su­cher ha­ben die gro­ße Show rund um den ägyp­ti­schen Kind-Kö­nig be­reits in Zü­rich, Brünn, München, Ham

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WISSEN -

sein könn­te. Bis­lang hieß es, der Pha­rao sei ver­mut­lich an ei­ner schwe­ren Form von Mala­ria er­krankt, neue­re Un­ter­su­chun­gen von Ham­bur­ger Me­di­zi­nern ma­chen jetzt ei­ne erb­li­che Blut­krank­heit für sei­nen frü­hen Tod ver­ant­wort­lich. Dass Tu­tan­cha­muns Gr­ab nach zwei (klei­ne­ren) Plün­de­run­gen und Wie­der­her­stel­lun­gen noch wäh­rend der An­ti­ke bis 1922 samt sei­ner rund 3500 Ar­te­fak­te un­ent­deckt blieb, ist rei­ner Zu­fall. Der Ein­gang war bei den Bau­ar­bei­ten für das Gr­ab Ram­ses VI. mit Schutt und Bau­res­ten zu­ge­kippt, auf dem Ab­raum wa­ren Be­hau­sun­gen für Ar­bei­ter er­rich­tet wor­den.

In­fos

FO­TO: SEM­MEL CON­CERTS

Die Vor­kam­mer zu Tu­tan­cha­muns Gr­ab, wie Ho­ward Car­ter sie 1923 vor­fand: Voll­ge­packt mit Mö­bel­stü­cken (zum Bei­spiel ein Ri­tu­al­bett, das die gött­li­che Him­mels­kuh re­prä­sen­tiert, in der Mit­te des Bil­des) und Pro­vi­ant (in den Sä­cken un­ter dem Bett) – sie soll­ten dem Pha­rao die Rei­se ins Jen­seits so an­ge­nehm wie mög­lich ma­chen.

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