Schal­ke hilft dem FC Bay­ern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

S chmun­zelnd sag­te Franz Be­cken­bau­er un­längst: „Ich ha­be ei­nen 16-jäh­ri­gen En­kel. Der ist Schal­ke-Fan. Der ist ein bis­sel miss­ra­ten.“ Hoch im An­se­hen stan­den die Schal­ker bei den Münch­nern zu­letzt nicht. Doch jetzt kön­nen sich die Bay­ern glück­lich schät­zen, dass es die Kö­nigs­blau­en gibt.

Denn die zie­hen mit ih­rer aus­ge­wach­se­nen Kri­se fast al­le Auf­merk­sam­keit Fuß­ball-Deutsch­lands auf sich. Der Fehl­start der Münch­ner fin­det in ei­nem der­zeit von der Öf­fent­lich­keit ver­gleichs­wei­se schwach be­leuch­te­ten Win­kel statt. Da­bei fällt die Münch­ner An­fangs­bi­lanz noch schwä­cher aus als vor zwei Jah­ren un­ter dem viel ge­schol­te­nen Trai­ner Jür­gen Klins­mann oder im ver­gan­ge­nen Jahr mit dem im Herbst fast schon ge­schei­ter­ten Lou­is van Gaal.

Platz neun, mit zwei Tref­fern aus vier Spie­len die schwächs­te Of­fen­si­ve, zu Hau­se zwei­mal 0:0 – das sind für Münch­ner Ver­hält­nis­se schon un­ge­wohn­te, zu an­de­ren Zei­ten be­ängs­ti­gen­de Wer­te. Doch vor den Spie­len in Hof­fen­heim und ge­gen Mainz scheint das Ver­trau­en in die Fä­hig­kei­ten van Gaals un­be­grenzt. Die Ti­tel der ver­gan­ge­nen Sai­son und die Teil­nah­me am Fi­na­le der Cham­pi­ons Le­ague wir­ken über den Som­mer hin­weg. Und dass fast al­le sei­ner WM-Teil­neh­mer bis zum Fi­nal-Wo­che­n­en­de un­ter ho­her Be­las­tung stan­den, kann je­der als Ar­gu­ment für den schwa­chen Start ak­zep­tie­ren.

Doch nun wird es Zeit, die Kur­ve zu krie­gen. So ei­ne „eng­li­sche Wo­che“ kann die Stim­mung nach­hal­tig be­ein­flus­sen. Im Gu­ten wie im Schlech­ten.

MAR­TIN BEILS

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