Po­li­zei mit Hig­htech auf der Au­to­bahn

Die Düs­sel­dor­fer Au­to­bahn­po­li­zei hat 15 neue Funk­strei­fen­wa­gen er­hal­ten. Nach und nach sol­len die VW-Pas­sat-Mo­del­le, die tech­nisch auf dem neu­es­ten Stand sind, die ins­ge­samt 74 Opel Vec­tra ab­lö­sen, mit de­nen die Po­li­zis­ten im Re­gie­rungs­be­zirk Düsseldorf u

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON AN­JA WERTH

Ein Sze­na­rio, wie es je­den Tag vor­kommt: ein Un­fall auf der A 46 Rich­tung Hil­den. Die Au­to­bahn­po­li­zei ist schon da, der Ver­kehr staut sich ki­lo­me­ter­weit, und bis der Not­arzt an­kom­men wird, geht wert­vol­le Zeit ver­lo­ren. Künf­tig kön­nen die Po­li­zis­ten jetzt vom Strei­fen­wa­gen aus Hil­fe bei den Au­to­fah­rern im Stau su­chen: „Arzt ge­sucht – Doc­tor wan­ted“ steht dann im Dis­play auf dem Au­to­dach.

Ei­ne von vie­len neu­en Mög­lich­kei­ten der vo­r­erst 15 neu­en Strei­fen­wa­gen, mit de­nen die Au­to­bahn­po­li­zei seit ges­tern aus­ge­stat­tet ist. Täg­lich fah­ren die Be­am­ten in drei Schich­ten die Au­to­bah­nen im Re­gie­rungs­be­zirk Düsseldorf ab, sechs Mil­lio­nen Ki­lo­me­ter kom­men da im Jahr zu­sam­men, und na­tür­lich geht es nicht nur ums Fah­ren. „Wir hel­fen lie­gen­ge­blie­be­nen Ver­kehrs­teil­neh­mern, si­chern Un­fall­stel­len, ge­ben Um­lei­tungs­emp­feh­lun­gen, wenn ein Stau ent­steht“, be­schreibt Wolf­gang Till­mann, Haupt­kom­mis­sar bei der Au­to­bahn­po­li­zei und Wach­lei­ter der Au­to­bahn in Mül­heim, die Auf­ga­ben.

Kein Stress durchs Mar­tins­horn

Um tech­nisch auf dem neu­es­ten Stand zu sein, sind jetzt 15 neue Strei­fen­wa­gen in Be­trieb ge­nom­men wor­den: Die VW-Pas­sat-Kom­bis ha­ben 170-PS-Die­sel­mo­to­ren und Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be und sind mit reich­lich neu­er, po­li­zei­spe­zi­fi­scher Son­der­aus­stat­tung schnel­le und si­che­re Ar­beits­plät­ze.

Das neue Dia­log­feld auf dem Dach kann et­wa nicht bloß ei­nen Me­di­zi­ner am Stra­ßen­rand su­chen, son­dern im Vor­bei­fah­ren „un­miss­ver­ständ­li­che In­for­ma­tio­nen“ an die Ver­kehrs­teil­neh­mer ge­ben: Stau, Un­fall, Spur ge­sperrt, Glät­te, Öl­spur, Schwer­trans­port – Bot­schaf­ten, die es ab so­fort auch auf Eng­lisch gibt und die di­rekt vom Fahr­zeug­cock­pit aus ge­steu­ert wer- den. Und weil Bil­der manch­mal mehr als Wor­te sa­gen, sind auch Rich­tungs­pfei­le im An­ge­bot. Dass das „Bit­te fol­gen“ nur nach hin­ten sicht­bar wird und „Stopp Po­li­zei“ in Spie­gel­schrift auf dem vor­de­ren Dis­play zu le­sen ist, ver­steht sich von selbst.

Au­ßer­dem gibt’s ein neu­ar­ti­ges Blau­licht, das sich nachts ab­dim­men lässt und – Rie­sen­vor­teil – das man nur nach vorn oder hin­ten blin­ken las­sen kann. Bei der Be­g­lei- tung von Schwer­last­trans­por­ten hat de­ren Fah­rer bis­her näm­lich nach ei­ner Wei­le nur noch blau­es Licht ge­se­hen – die neu­en da­ge­gen war­nen bloß die an­de­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer, oh­ne die Kon­zen­tra­ti­on der Trans­port­fah­rer über­zu­stra­pa­zie­ren.

Auch für die Po­li­zis­ten wird’s be­que­mer: Weil die Laut­spre­cher jetzt un­ter der Mo­tor­hau­be sit­zen, kann man sich im Strei­fen­wa­gen auch bei ein­ge­schal­te­tem Mar­tins­horn

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