CDU-De­zer­nent: SPD sagt ja, die Grü­nen nicht

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON DENISA RICH­TERS

Der de­si­gnier­te Bei­ge­ord­ne­te für Ord­nung, Recht und Ver­kehr, Ste­phan Kel­ler (CDU), hat sich ges­tern Abend bei den Frak­tio­nen von SPD und Grü­nen vor­ge­stellt. Wäh­rend die SPD den 40-Jäh­ri­gen in der Rats­sit­zung am 30. Sep­tem­ber ein­stim­mig wäh­len will, ist den Grü­nen of­fen­bar ih­re Rol­le als Op­po­si­ti­ons­par­tei wich­ti­ger: Sie wol­len sich ent­hal­ten.

Trotz­dem ist dem drei­fa­chen Fa­mi­li­en­va­ter ei­ne sehr brei­te Mehr­heit im Rat si­cher. CDU und FDP, bei de­nen er sich be­reits vor ei­ner Wo­che vor­ge­stellt hat­te, wol­len ihn ein­stim­mig wäh­len. Al­lein das wür­de rei­chen. Mit den 22 Stim­men der SPD er­hält Kel­ler je­doch so­gar 70 der ins­ge­samt 92 Stim­men (plus OB) im Stadt­rat.

Kel­ler ar­bei­tet seit 2006 beim Städ­te-und Ge­mein­de­bund NRW als Bei­ge­ord­ne­ter für Städ­te­bau, Ver­ga­be­recht, Um­welt­schutz, Land-und Forst­wirt­schaft. Er gilt über Par­tei­gren­zen hin­weg als aus­ge­wie­se­ner Ex­per­te. Be­mer­kens­wert ist, dass der de­si­gnier­te Ver­kehrs­de­zer­nent im All­tag Fahr­rad fährt und den Öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr stär­ken möch­te.

Die Grü­nen konn­te er auch da­mit nicht über­zeu­gen. „Sei­ne Prä­sen­ta­ti­on bei uns war sehr an­spre­chend, aber an ein paar Stel­len hat er deut­lich ge­macht, dass er ein CDUMann ist“, sagt Frak­ti­ons­spre­che­rin Iris Bellstedt und räumt ein, „dass die po­li­ti­sche Beur­tei­lung“ bei der Ent­schei­dung auch ei­ne Rol­le ge­spielt ha­be.

„So­zi­al­de­mo­kra­ten sind durch­aus be­reit, Vor­schlä­ge mit­zu­tra­gen, die nicht von ih­nen kom­men – so­fern sie gut sind“, sagt SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Mar­kus Raub im Ge­spräch mit der RP. Kel­ler sei vor der SPD-Frak­ti­on „sehr über­zeu­gend und sym­pa­thisch“ auf­ge­tre­ten, ha­be auf al­le Fra­gen nicht nur kom­pe­tent, son­dern auch sehr of­fen ge­ant­wor­tet. Beim The­ma Ver­kehr, das bis­her nicht zum Fach­ge­biet des drei­fa­chen Fa­mi­li­en­va­ters zählt, ha­be er die SPD eben­falls über­zeu­gen kön­nen, „dass er be­reit und in der La­ge ist, sich die­ses Fach­wis­sen an­zu­eig­nen“, so Raub.

FO­TO: BRETZ

Kann auf Stim­men von CDU, SPD und FDP zäh­len: Ste­phan Kel­ler

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