Volks­gar­ten: Au­tos ge­plün­dert

Neu­er­dings hat die Po­li­zei den Park­platz des Volks­gar­tens am Hen­ne­kamp im Fo­kus. Dort wur­den zu­letzt im­mer wie­der Pkw auf­ge­bro­chen. Im be­nach­bar­ten Thea­ter „Haus der Freu­de“ gab es seit April fünf Ein­brü­che.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON HANS ONKELBACH

Erst am Wo­che­n­en­de re­gis­trier­te die Po­li­zei wie­der zwei auf­ge­bro­che­ne und aus­ge­plün­der­te Au­tos auf dem klei­nen Park­platz, der von der Stra­ße Auf’m Hen­ne­kamp aus kaum zu se­hen ist. Bei ei­ner der Straf­ta­ten je­doch hat­ten die Tä­ter Pech: Sie wur­den auf fri­scher Tat von ei­ner Po­li­zei­strei­fe er­tappt und fest­ge­nom­men. Es wa­ren zwei Män­ner, 25 und 27 Jah­re alt.

Zu­letzt häuf­ten sich die Dieb­stahls­mel­dun­gen aus die­sem Be­reich, wie das zu­stän­di­ge Kri­mi­nal­kom­mis­sa­ri­at be­stä­tigt. Seit­dem das Thea­ter „Haus der Freu­de“ im Früh­jahr von der Bil­ker Al­lee in die leer­ste­hen­de Gas­tro­no­mie-Im­mo­bi­lie am Rand des Volks­gar­tens ge­zo­gen ist und sich seit­dem über wach­sen­de Zu­schau­er­zah­len freut, er­kann­ten of­fen­bar auch die Die­be, dass man dort Beu­te ma­chen kann. Im­mer wie­der wur­den die Au­tos der Be­su­cher auf­ge­bro­chen, und es gab auch Über­grif­fe auf die Gäs­te selbst. Min­des­tens ein Fall ist ak­ten­kun­dig, an der be­nach­bar­ten S-Bahn­hal­te­stel­le kam es zu die­sem Über­griff. Nach An­ga­ben der Be­trof­fe­nen wa­ren es Jun­kies, die ei­ne Grup­pe von Frau­en be­droh­ten. Die Po­li­zei be­stä­tig­te ges­tern al­ler­dings nicht, dass es im Be­reich Volks­gar­ten zu mehr Straf­ta­ten durch Rausch­gift­süch­ti­ge kommt. An­woh­ner wi­der­spre­chen die­ser Darstel­lung und füh­len sich un­si­cher.

Ma­nes Me­cken­stock, In­ha­ber des Thea­ters, ist eben­falls Op­fer gleich meh­re­rer Ein­brü­che ge­wor­den: Fünf­mal wur­de das Ge­bäu­de seit April nachts von un­ge­be­te­nen Gäs­ten be­sucht. Ge­stoh­len wur­de ei­ne hoch­wer­ti­ge Kaf­fee­ma­schi­ne, ein­mal wur­de ein Tre­sor auf­ge­bro­chen und Bar­geld ent­wen­det, bei ei­nem spä­te­ren Ein­bruch nah­men die Tä­ter den Geld­schrank (70 Ki­lo) gleich kom­plett mit, an­de­re Die­be be­gnüg­ten sich mit ei­ner Rei­he Spi­ri­tuo­sen­fla­schen.

Zu­sam­men mit der Po­li­zei hat Me­cken­stock jetzt be­ra­ten, wie man künf­tig das Ge­bäu­de si­chern kann. Auch mit der Stadt ist er in Ge­sprä­chen: Der Kom­mu­ne ge­hört die Im­mo­bi­lie, und im Rat­haus war man bis­her da­von an­ge­tan, dass das Thea­ter wie­der Le­ben in die­se zu­letzt un­an­sehn­li­che Ecke des Hof­gar­tens ge­bracht hat. Man will den Thea­ter-Mann da­her wei­ter un­ter­stüt­zen, wie Ma­nes Me­cken­stock er­zählt. Er hat sich di­rekt an den Ober­bür­ger­meis­ter ge­wandt, und der hat ihm persönlich zu­ge­sagt, zu hel­fen.

Bei der Po­li­zei si­gna­li­siert man eben­falls Pro­blem­be­wusst­sein: Der ge­sam­te Be­reich wird be­reits stär­ker kon­trol­liert, die Strei­fen wer­den häu­fi­ger als frü­her den Park­platz kon­trol­lie­ren – und da­bei fest­stel­len, dass er nachts schwer zu über­schau­en ist. Drei Stra­ßen­leuch­ten sind in­zwi­schen so stark von Bäu­men um­wu­chert, dass sie kaum noch Licht spen­den kön­nen. An­woh­ner be­rich­ten, dass man Die­be be­ob­ach­tet hat, die nachts mit ei­nem Pick-up vor­fuh­ren und dort ab­ge­stell­te Fahr­rä­der (die nicht an­ge­ket­tet, aber ab­ge­schlos­sen wa- ren) schlicht auf die La­de­flä­che war­fen und ab­trans­por­tier­ten.

Das „Haus der Freu­de“ war von der Bil­ker Al­lee we­gen der U-Bahn­Bau­stel­le um­ge­zo­gen: Weil die Gäs­te kei­ne Park­plät­ze mehr fan­den, blie­ben sie weg, Me­cken­stock ge­riet in Pro­ble­me. Nun, so be­rich­tet er, läuft es wie­der her­vor­ra­gend, die Vor­stel­lun­gen sei­en gut be­sucht, und auch die Gas­tro­no­mie.

RP-FO­TOS: ANDRE­AS BRETZ

Der Park­platz, der von der Stra­ße Auf’m Hen­ne­kamp aus er­reich­bar ist. Vor al­lem nachts ist die­ser Platz schwer ein­zu­se­hen, Die­be fühl­ten sich si­cher – bis jetzt. Nun wird er von der Po­li­zei häu­fi­ger kon­trol­liert.

Thea­ter-Chef Ma­nes Me­cken­stock vor sei­nem „Haus der Freu­de“. Das Thea­ter läuft gut – aber nachts ka­men fünf­mal Ein­bre­cher.

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