Wel­che Imp­fun­gen wich­tig sind

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SERIE / ROMAN -

Imp­fen ist die wich­tigs­te Maß­nah­me, um In­fek­ti­ons­krank­hei­ten zu ver­hin­dern. Der ge­sun­de Hun­de­or­ga­nis­mus bil­det nach der Imp­fung Ab­wehr­stof­fe, so­ge­nann­te An­ti­kör­per, ge­gen Er­kran­kun­gen. Da­mit der Or­ga­nis­mus ge­nü­gend die­ser Stof­fe bil­den kann, sind re­gel­mä­ßi­ge Imp­fun­gen not­wen­dig. Wich­tig ist, dass der Hund da­bei ge­sund, vor­her ent­wurmt und frei von Flö­hen ist. Als Grun­dim­mu­ni­sie­rung von Wel­pen gel­ten al­le Imp­fun­gen, die der Hund in den ers­ten bei­den Le­bens­jah­ren er­hält. Die Bun­des­tier­ärz­te­kam­mer emp­fiehlt: 8. Le­bens­wo­che: HCC (Le­ber­ent­zün­dung); Lepto­spi­ro­se; Par­vo­vi­ro­se; Stau­pe 12. Le­bens­wo­che: HCC; Lepto­spi­ro­se; Par­vo­vi­ro­se; Stau­pe; Toll­wut. 16. Le­bens­wo­che: HCC; Lepto­spi­ro­se; Par­vo­vi­ro­se; Stau­pe; Toll­wut. 15. Le­bens­mo­nat: HCC; Lepto­spi­ro­se; Par­vo­vi­ro­se; Stau­pe; Toll­wut.

Wie­der­ho­lungs­imp­fun­gen sind al­le, die nach ab­ge­schlos­se­ner Grun­dim­mu­ni­sie­rung er­fol­gen. Die Toll­wut­imp­fung wird je nach Her­stel­ler al­le drei oder vier Jah­re wie­der­holt, Lepto­spi­ro­se jähr­lich.

Will man mit sei­nem Hund ins Aus­land rei­sen, ge­nügt für die meis­ten Län­der in­ner­halb der EU der blaue Heim­tier­aus­weis (Aus­nah­men sind Groß­bri­tan­ni­en, Ir­land, Mal­ta und Schwe­den).

Ne­ben der be­kann­ten „Fünf­fachImp­fung“ gibt es wei­te­re, die von Vor­teil sein kön­nen. Für den Auf­ent­halt in ei­ner Tier­pen­si­on ist die Imp­fung ge­gen Bor­de­tel­len sinn­voll. Bor­de­tel­len sind ei­ne Bak­te­ri­en­art, wel­che mit am Zwin­ger­hus­ten-Syn­drom be­tei­ligt sind. Bei die­ser Imp­fung wird der Impf­stoff nicht un­ter die Haut in­ji­ziert, son­dern in die Na­se ein­ge­träu­felt. Ei­ne wei­te­re ist die Imp­fung ge­gen die Bor­re­lio­se. Die­se durch Bak­te­ri­en ver­ur­sach­te Krank­heit wird von Ze­cken über­tra­gen, zu emp­feh­len für Hun­de, die häu­fig von Ze­cken be­fal­len wer­den. Die Imp­fung bie­tet je­doch kei­nen hun­dert­pro­zen­ti­gen Schutz, da es ver­schie­de­ne Bak­te­ri­en­stäm­me gibt, die nicht al­le mit dem Impf­stoff ab­ge­deckt wer­den. Da­her ist ei­ne op­ti­ma­le Ze­cken­pro­phy­la­xe un­er­läss­lich.

Nach je­der Imp­fung soll­te der Hund et­was Ru­he be­kom­men, da­mit der Hun­de­kör­per sich ganz auf die Bil­dung der An­ti­kör­per kon­zen­trie­ren kann. In ein­zel­nen Fäl­len kann es an der In­jek­ti­ons­stel­le zu ei­ner Impf­re­ak­ti­on in Form ei­ner klei­nen Beu­le kom­men. Die­se sind meist harm­los und ver­schwin­den nach ei­ni­gen Ta­gen wie­der. In ganz sel­te­nen Fäl­len kann es zu ei­nem Impf­durch­bruch kom­men, wenn sich ei­ne In­fek­ti­on in­fol­ge man­geln­der Imp­fim­mu­ni­tät kli­nisch aus­prägt.

Grund­sätz­lich ist kein Tier­hal­ter in Deutsch­land ver­pflich­tet, sei­nen Hund imp­fen zu las­sen, so­fern er Deutsch­land nicht ver­lässt. Al­ler­dings be­steht bei ei­ner zu ge­rin­gen Zahl ge­impf­ter Tie­re die gro­ße Ge­fahr, dass die Zahl der Krank­heits­fäl­le schnell an­steigt. Imp­fun­gen sind da­her ein we­sent­li­cher Bei­trag zum vor­beu­gen­den Tier­schutz.

Un­se­re Ex­per­tin

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FO­TO: PRI­VAT

Liz­zy

ist treu und wach­sam.

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