Raz­zi­en in Nie­der­sach­sen brin­gen Wul­ff un­ter Druck

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - VORDERSEITE -

BERLIN/HANNOVER (may-) In der Wolfs­bur­ger Stadt­wer­ke-Af­fä­re hat die Staats­an­walt­schaft ges­tern 16 Ob­jek­te in Nie­der­sach­sen durch­sucht und da­bei Ak­ten si­cher­ge­stellt. Die Er­mitt­ler wol­len da­durch un­ter an­de­rem klä­ren, ob die Stadt­wer­ke wi­der­recht­lich den CDU-Wahl­kampf 2003 mit­fi­nan­ziert ha­ben. Der jet­zi­ge Bun­des­prä­si­dent Chris­ti­an Wul­ff war durch die­se Wahl Mi­nis­ter­prä­si­dent in Nie­der­sach­sen ge­wor­den. Of­fen­kun­dig wird sein da­ma­li­ger und jet­zi­ger Pres­se­spre­cher Olaf Gla­e­se­ker mit der Af­fä­re in Ver­bin­dung ge­bracht.

Ne­ben dem da­ma­li­gen Stadt­wer­ke-Auf­sichts­rats­chef Mar­kus Karp, der zu­gleich Wul­ffs Wahl­kampf or­ga­ni­sier­te, spielt auch der Stadt­wer­ke-Spre­cher Ma­ik Nahr­stedt ei­ne Schlüs­sel­rol­le. Die­ser soll nicht nur Di­enst­wa­gen, Lap­top und wei­te­re Ar­beits­mit­tel der Stadt­wer­ke im Wahl­kampf ge­nutzt ha­ben, son­dern auch wäh­rend der Ar­beits­zeit für die CDU ge­ar­bei­tet ha­ben. So exis­tiert an­geb­lich ei­ne Mail, in der Gla­e­se­ker Nahr­stedt dar­um bit­tet, CDU-Tex­te zu über­ar­bei­ten. Aus CDU-Krei­sen er­fuhr un­se­re Zei­tung, dass der Ein­satz von eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern in Wahl­kämp­fen üb­lich sei. Die­se hät­ten die Auf­ga­be, selbst strikt dar­auf zu ach­ten, bei ih­rer Ar­beit Di­enst­li­ches von Pri­va­tem zu tren­nen.

Die Durch­su­chungs­ak­ti­on rich­te­te sich vor al­lem auf 16 Im­mo­bi­li­en im Raum Wolfs­burg, dar­un­ter Di­enst-und Pri­vat­ge­bäu­de der Be­tei­lig­ten so­wie des Ober­bür­ger­meis­ters Rolf Schnel­le­cke. Die Lan­des-CDU de­men­tier­te ei­ne Raz­zia in ih­rer Ge­schäfts­stel­le, sie ha­be aber Wahl­kampf­un­ter­la­gen „zur Ver­fü­gung ge­stellt“.

Staats­an­walt­schaft lässt 16 Ob­jek­te

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