Ma­fia-Fahn­der ver­lässt Duis­burg

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LAND & LEUTE -

DUIS­BURG (ock) Heinz Spren­ger, Lei­ter des Duis­bur­ger Mord­kom­mis­sa­ri­ats, lässt sich zur Schutz­po­li­zei nach Mül­heim ver­set­zen. Der 58-jäh­ri­ge Ers­te Po­li­zei­haupt­kom­mis­sar gilt als ei­ner der pro­fi­lier­tes­ten Mor­der­mitt­ler in Nord­rheinWest­fa­len. Er klär­te un­ter an­de­rem den sechs­fa­chen Mord an Mit­glie­dern des ka­la­bri­schen Ma­fia-Clans ’Ndran­ghe­ta auf. In der Nach­bar­stadt über­nimmt er den Pos­ten ei­nes Di­enst­grup­pen­lei­ters – zu an­nä­hernd glei­chen Be­zü­gen.

Die Per­so­na­lie hat in Duis­bur­ger Po­li­zei­krei­sen für er­heb­li­che Un­ru­he ge­sorgt. Ein er­folg­rei­cher Kri­po­Mann, der half, das bun­des­weit be- ach­te­te „Ris­kid“-Pro­jekt ge­gen Kin­des­ver­nach­läs­si­gung ins Le­ben zu ru­fen, im Strei­fen­wa­gen? Das wirft Fra­gen auf. Spren­ger gibt über die Grün­de für sei­nen Weg­gang kei­ne Aus­kunft. Die Be­hör­de eben­falls nicht. Die Kreis­grup­pe der Deut- schen Po­li­zei­ge­werk­schaft DPolG schiebt die Schuld an Spren­gers Weg­gang, oh­ne Na­men zu nen­nen, Spren­gers Vor­ge­setz­tem Rolf Jä­ger zu. Tat­säch­lich gab es Rei­be­rei­en zwi­schen Spren­ger und Jä­ger, die bei­de dem mit der DPolG kon­kur­rie­ren­den Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter (BDK) an­ge­hö­ren. Jä­ger war dort stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der. Doch wie ein Duis­bur­ger Kol­le­ge der bei­den be­rich­tet, soll es Spren­ger auch leid ge­we­sen sein, stän­dig mit Lei­chen­sa­chen zu tun zu ha­ben. Spren­ger geht in vier Jah­ren in Pen­si­on. „Für Duis­burg“, so der Kol­le­ge, „ist sein Weg­gang ein gro­ßer Ver­lust.“

FO­TO: DPA

Heinz Spren­ger

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