Ar­beits­platz nur bis Mon­tag si­cher

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

IN­GOL­STADT/DÜSSELDORF (jol) Ein Ul­ti­ma­tum an den Trai­ner? Nein, so et­was wer­de es nicht ge­ben, ver­si­chert Fortu­nas Vor­stands­chef Pe­ter Fry­muth. „Bei der Mann­schaft se­he ich das an­ders“, er­gänzt er. „Die Spie­ler sind jetzt na­tür­lich ge­for­dert, am Mon­tag ge­gen Bochum ganz an­ders auf­zu­tre­ten.“ Das wer­den sie al­ler­dings auch müs­sen, denn wenn Fortu­na ge­gen den Auf­stiegs-Mit­fa­vo­ri­ten ähn­lich agie­ren soll­te wie beim 0:3 in In­gol­stadt, stün­de ein De­ba­kel zu be­fürch­ten. Auf je­den Fall wer­de Nor­bert Mei­er ge­gen den VfL auf der Bank sit­zen, sagt Fry­muth. „Ich se­he über­haupt kei­ne An­satz­punk­te zu Ak­tio­nis­mus, auch wenn wir im Vor­stand maß­los ent­täuscht dar­über sind, wie kampf­los sich die Mann­schaft in In­gol­stadt prä­sen­tiert hat.“

Fünf Punk­te aus den Par­ti­en ge­gen 1860 München, In­gol­stadt und Bochum sei­en das Ziel ge­we­sen, gibt der Vor­sit­zen­de zu – ma­xi­mal drei kön­nen es noch wer­den. Viel zu we­nig, um schnell die Ab­stiegs­plät­ze zu ver­las­sen. Ge­nau das ist die Vor­ga­be, die die sport­li­che Lei­tung nun – bei al­lem Ver­trau­en sei­tens Fry­muths – für die nächs­ten Wo­chen be­kommt. „Wir er­war­ten, dass wir bin­nen kür­zes­ter Zeit drei, vier Mann­schaf­ten in der Ta­bel­le hin­ter uns las­sen“, sagt Fortu­nas Chef, in ru­hi­gem Ton und des­halb um­so nach­drück­li­cher.

Die Fortu­na-Füh­rung steht zu ih­rem Coach und auch zu Ma­na­ger Wolf Werner, der in gleich gro­ßem Ma­ße wie Trai­ner Mei­er für die Zu­sam­men­stel­lung des Ka­ders ver­ant­wort­lich war. Doch zu­min­dest bis jetzt passt die­se ganz und gar nicht. „Ich wun­de­re mich dar­über, war­um die neu­en Spie­ler un­se­rer Mann­schaft so we­nig Im­pul­se ge­ben“, for­mu­liert Fry­muth vor­sich­tig. Gänz­lich rat­los macht ihn, war­um die meis­ten „Al­ten“ sich zeit­gleich ei­ne Schaf­fens­kri­se neh­men. Noch wer­de es dar­aus kei­ne per­so­nel­len Kon­se­quen­zen ge­ben, be­tont er. Aber ir­gend­wann wird doch der Punkt er­reicht sein, an dem sich die sport­li­che Lei­tung ih­rer Ver­ant­wor­tung stel­len muss? „Es wä­re rea­li­täts­fremd, wenn man das nicht sa­gen wür­de“, sagt der Vor­sit­zen­de.

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