Im Ok­to­ber dro­hen Trai­ner­wech­sel

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

V iel­leicht hat sie je­mand auf dem Berg Si­nai ab­ge­holt, oder sie wur­den von den Vä­tern des Grund­ge­set­zes ne­ben­bei ver­fasst. Kei­ner weiß, wie die be­rühm­ten „Ge­set­ze der Bran­che“ zum Fuß­ball­volk ge­kom­men sind. Fest steht nur: Es gibt sie. Und eins da­von be­sagt, dass die ers­ten Trai­ner stür­zen, wenn die Blät­ter fal­len, wenn An­spruch und Wirk­lich­keit aus­ein­an­der­klaf­fen und bei Vor­stän­den der Blut­druck steigt. Die Stim­mung kippt, und auch ein noch so ver­dien­ter Trai­ner muss ge­hen, weil das ein­ge­tre­ten ist, was heu­te gern als Er­geb­nis­kri­se be­zeich­net wird.

Die Glad­ba­cher be­hal­ten noch die Ner­ven. Da­bei hat die Elf vom Nie­der­rhein ge­gen den min­der­be­mit­tel­ten Auf­stei­ger St. Pau­li ver­lo­ren und da­für ge­sorgt, dass Frank­furt und Stutt­gart ih­re ein­zi­gen Punk­te ho­len durf­ten. Doch was ist, wenn es in Schal­ke und ge­gen Wolfs­burg auch nicht klappt? Die Zeit da­nach ist ei­ne ge­fähr­li­che für tau­meln­de Trai­ner. Denn dann pau­siert die Li­ga we­gen der Län­der­spie­le. Ein neu­er Coach hät­te mehr Zeit, Ak­zen­te zu set­zen, als in Wo­chen mit ho­her Schlag­zahl.

Die un­schö­nen Be­gleit­um­stän­de sport­li­cher Kri­sen wa­ren bei Düs­sel­dorfs Spiel in In­gol­stadt zu be­ob­ach­ten. Drei Ex-For­tu­nen brach­ten sich mit ih­rer An­we­sen­heit als Nach­fol­ger für Nor­bert Mei­er in Stel­lung. Doch wer sich so be­wirbt wie Bom­mer, An­der­sen und Loo­se dis­qua­li­fi­ziert sich selbst. Denn von In­te­gri­tät und Kol­le­gia­li­tät hal­ten die drei Her­ren wohl nicht viel.

MAR­TIN BEILS

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