Zehn Jah­re Be­ra­tung für Schwan­ge­re

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(heck) Als vor zehn Jah­ren die ka­tho­li­sche Kir­che aus der Schwan­ger­schafts­kon­flikt­be­ra­tung aus­stieg, grün­de­ten Bür­ger in Düsseldorf den Orts­ver­ein von „Frau­en be­ra­ten / Do­num Vi­tae“, um das An­ge­bot der Kir­che zu er­set­zen. Die staat­lich an­er­kann­te Stel­le an der Bern­bur­ger Stra­ße hat seit­her mehr als 3900Frau­en un­ter­stützt.

„Wir möch­ten die Frau­en im Sin­ne des christ­li­chen Wer­te­ver­ständ­nis­ses auf­klä­ren“, sagt die ers­te Vor­sit­zen­de Re­na­te Hüp­pe, die seit der Grün­dung am 23.Mai 2000 ge­mein­sam mit Uta Ma­ria Lei­din­ger und Hil­le Er­win, Frau des ver­stor­be­nen Ober­bür­ger­meis­ters Joa­chim Er­win, dem Ver­ein mit sei­nen 60 Mit­glie­dern eh­ren­amt­lich vor­steht. Es ge­he um das Prin­zip der dop­pel­ten An­walt­schaft – für die Frau und das Kind – so Lei­din­ger. Christ­lich­keit be­deu­te aber auch, die Be­trof­fe­ne selbst ent­schei­den zu las­sen.

Die Zahl der Frau­en, die Hil­fe bei „Do­num Vi­tae“ su­chen, ist ge­stie­gen. Wa­ren es im ers­ten Jahr noch 60 Fäl­le, hat die lei­ten­de So­zi­al­the­ra­peu­tin und Se­xu­al­päd­ago­gin Ute Ruth Mar­ja­nov im ver­gan­ge­nen Jahr 494-mal be­ra­ten. Durch- schnitt­lich sind die Frau­en 20 bis 30 Jah­re alt. „Fak­ten sind das, was vie­le Frau­en be­ru­higt und ih­nen die Ent­schei­dung er­leich­tert“, sagt die 55-Jäh­ri­ge. Oft wüss­ten Schwan­ge­re nicht, wo sie Hil­fe be­kä­men oder was mit ei­nem Kind auf sie zu­kommt. Mar­ja­nov klärt zum Bei­spiel über recht­li­che Fra­gen auf und wägt mit den Be­trof­fe­nen ab, wie der be­ruf­li­che Weg wei­ter­ge­hen kann. „Für vie­le ist die Fi­nan­zie­rung ei­nes Kin­des ei­ne gro­ße Sor­ge“, sagt Hüp­pe.

RP-FO­TO:

Ute Ruth Mar­ja­nov, So­zi­al­päd­ago­gin und Se­xu­althe­ra­peu­tin

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