Bil­der sol­len pro­vo­zie­ren

Die Zeich­nun­gen von Ha­rald Reim­holz sind al­les an­de­re als schön­geis­ti­ge Kunst. Mit ein­deu­ti­gen Darstel­lun­gen möch­te der Kai­sers­wer­t­her sei­ne Mit­bür­ger zum Han­deln be­we­gen.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STADTTEIL-NACHRICHTEN -

OBER­BILK/KAI­SERS­WERTH Al­ko­ho­lis­mus, Krieg, Spie­ßig­keit, aber auch Ab­sur­di­tä­ten – die The­men der Bil­der von Ha­rald Reim­holz sind def­tig. „Mei­ne Zeich­nun­gen hängt sich wohl kaum je­mand ins Wohn­zim­mer“, sagt er über sei­ne Ar­bei­ten. RP-Mit­ar­bei­ter Hol­ger Lodahl sprach mit dem Kai­sers­wer­t­her Au­to­di­dak­ten über sei­ne ra­di­ka­len Darstel­lun­gen. Reim­holz Ja, es ist mei­ne Ab­sicht, po­li­ti­sche so­wie ge­sell­schaft­li­che Er­eig­nis­se und Zu­stän­de an­zu­pran­gern und zu kri­ti­sie­ren. Und das geht eben nicht mit weich­ge­spül­ten Mo­ti­ven. Reim­holz Bei die­sem The­ma bin ich voll bei der Sa­che. Das Bild heißt „Der be­deu­tungs­lo­se Sarg“, und ich möch­te auf die Sinn­lo­sig­keit der mi­li­tä­ri­schen Ein­sät­ze hin­wei­sen. Da wer­den jun­ge Men­schen plump

Herr Reim­holz, wenn man Ih­re Bil­der an­sieht, bleibt ei­nem ja fast die Luft weg. Auf ei­nem Bild ge­hen Sie mit den Er­eig­nis­sen im Irak und in Af­gha­nis­tan ins Ge­richt. Sie zei­gen ei­ne Trau­er­fei­er für ei­nen US-Sol­da­ten, bei der die an­we­sen­den Po­li­ti­ker völ­lig des­in­ter­es­siert auf die Uhr se­hen.

RP-FO­TO: P. ESSER

Ha­rald Reim­holz pran­gert mit sei­nen Bil­dern Miss­stän­de an. Auch die Ab­sur­di­tä­ten des All­tags hält der Künst­ler durch sei­ne Bil­der fest.

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