Fi­nanz­sprit­zen für das Ei­gen­ka­pi­tal

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - EXTRA MITTELSTANDSFINANZIERUNG -

(jgr) Mit­tel­ständ­ler schät­zen Be­tei­li­gungs­ka­pi­tal als Fi­nan­zie­rungs­in­stru­ment. Wenn die Un­ter­neh­men wach­sen, ein Nach­fol­ger ein­steigt oder die Ge­sell­schaf­ter wech­seln, dann sind die­se Geld­sprit­zen ge­fragt. „Das Ge­schäft ist in den letz­ten 20 Jah­ren ex­plo­diert“, sagt Ha­rald Hei­de­mann, Vor­stands­mit­glied der Aa­che­ner S-UBG Grup­pe.

Die Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft aus dem Spar­kas­sen­sek­tor steigt auch mit Min­der­heits­be­tei­li­gun­gen bei Un­ter­neh­men ein, da­mit die­se ih­re Ei­gen­ka­pi­tal­aus­stat­tung ver­bes­sern kön­nen. Dies ge­winnt ge­ra­de in ak­tu­el­len Zei­ten an Be­deu­tung. Die Ban­ken ach­ten stär­ker auf die Bo­ni­tät.

Der­zeit lau­fen Mez­za­ni­n­ePro­gram­me aus. Un­ter­neh­men su­chen An­schluss­fi­nan­zie­run­gen. „Für bo­ni­täts­star­ke Un­ter­neh­men ist dies we­ni­ger ein Pro­blem“, sagt Hei­de­mann. Fir­men, die in der Kri­se ge­lit­ten ha­ben und nun ge­schwächt sind oder die oh­ne­hin nur ei­ne schwa­che Ei­gen­ka­pi­tal­de­cke auf­wei­sen, könn­ten al­ler­dings Schwie­rig­kei­ten be­kom­men.

Un­ter­neh­mer soll­ten recht­zei­tig ih­re Fi­nan­zie­rung pla­nen, rät der Mit­tel­stands­ex­per­te: „Man soll­te Pri­va­teEqui­ty-Part­ner nicht erst an­spre­chen, wenn Ver­lus­te auf­ge­lau­fen sind. Ein Un­ter­neh­men ver­han­delt bes­ser aus ei­ner star­ken Si­tua­ti­on her­aus.“

FO­TO: KEYSTONE/SCHULZ

Fi­nanz­sprit­zen sind der­zeit ge­fragt.

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