„Men­schen in Not hel­fen“

CDU-Po­li­ti­ker Hei­ner Geiß­ler kri­ti­siert sei­ne Par­tei.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Was um­fasst die­ses Men­schen­bild?

Geiß­ler Zwei grund­le­gen­de Aspek­te: Die un­an­tast­ba­re Wür­de des Men­schen und das Ge­bot der Nächs­ten­lie­be. Die Po­li­tik steht in der Pflicht, de­nen zu hel­fen, die in Not sind.

Er­füllt die CDU die­se Pflicht?

Geiß­ler Bei der Hartz-IV-Re­ge­lun­gen und beim Spar­pa­ket muss die Re­gie­rung nach­bes­sern. Wenn das Geld nicht reicht, muss sie es bei de­nen ho­len, die es im Über­fluss ha­ben, und darf es nicht de­nen vor­ent­hal­ten, die oh­ne­hin zu we­nig ha­ben.

Die Po­li­tik der Uni­on be­nach­tei­ligt al­so die Schwächs­ten?

Geiß­ler Ich hof­fe nicht. Je­den­falls ist es nicht ak­zep­ta­bel, dass sich Men­schen mit hö­he­ren Ein­kom­men mit kei­nem Cent an dem Spar­pa­ket be­tei­li­gen müs­sen.

Was muss sich än­dern?

Geiß­ler Der Mensch darf nicht zum Kos­ten­fak­tor de­gra­diert wer­den. Und die CDU muss ih­rem Ko­ali­ti­ons­part­ner FDP ver­deut­li­chen, dass sie kei­ne Kli­en­tel-, son­dern ei­ne Volks­par­tei ist.

Hanna Koch

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