Fall Mir­co: Spur zum Klos­ter

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - LAND & LEUTE -

GREFRATH (chh) Die Son­der­kom­mis­si­on „Mir­co“, die seit mehr als drei Wo­chen nach dem ver­miss­ten Elf­jäh­ri­gen aus Grefrath sucht, ist über­zeugt, ei­nen wei­te­ren Tat­ort zu ha­ben, der im Zu­sam­men­hang mit dem Ver­schwin­den des Jun­gen steht. Der Tat­ort soll in der Nä­he der Be­ne­dik­ti­ne­rin­nen­ab­tei Ma­ri­en­donk bei Grefrath lie­gen. „Tat­ort ist aus kri­mi­na­lis­ti­scher Sicht je­der Ort, der mit ei­ner Tat in Zu­sam­men­hang steht“, sag­te Po­li­zei­spre­cher The­veßen. Kon­kre­te Spu­ren ha­be die Po­li­zei nicht fin­den kön­nen. In der Nä­he des Klos­ters hat­ten ges­tern 300 Po­li­zis­ten ih­re am Sonn­tag be­gon­ne­ne Su­che nach Mir­co fort­ge­setzt. Oh­ne Er­folg.

Die Ak­ti­on der Po­li­zei geht auf den Hin­weis ei­ner 28-Jäh­ri­gen zu­rück, den die Po­li­zei am Sams­tag­nach­mit­tag er­hal­ten hat­te. Die Frau gab an, am Frei­tag, 3. Sep­tem­ber, als Mir­co ver­schwand, zwi­schen 22 und 22.30 Uhr ei­nen Kin­der­schrei ge­hört zu ha­ben. Sie ha­be die­sen Schrei ver­drängt, zu­mal sie we­gen ei­nes Ter­mins am nächs­ten Tag an­ge­spannt ge­we­sen sei. In ei­nem Ge­spräch mit ei­ner Freun­din ha­be sie sich jetzt wie­der an den Schrei er­in­nert und die Po­li­zei in­for­miert.

Zum Zeit­punkt, als die Frau den Schrei ge­hört hat­te, hat­te sie zwei SMS emp­fan­gen. An­hand der Ein­gangs­zeit re­kon­stru­ier­te die Po­li­zei, dass es sich um den tat­re­le­van­ten Zei­t­raum han­del­te. Auch ei­ne wei­te­re Zeu­gin ha­be ei­nen Schrei ge­hört, oh­ne ge­naue zeit­li­che An­ga­ben ma­chen zu kön­nen.

In­ter­net

FO­TO: PO­LI­ZEI

Be­reits seit drei Wo­chen wird der elf Jah­re al­te Mir­co ver­misst.

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