Angst vor In­fla­ti­on macht Gold noch teu­rer

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

DÜSSELDORF (rtr) Der Gold­preis hat ges­tern erst­mals die Mar­ke von 1300 Dol­lar je Fein­un­ze ge­knackt. Im­mer mehr An­le­ger set­zen an­ge­sichts der Furcht vor ei­ner an­zie­hen­den In­fla­ti­on so­wie der Un­si­cher­heit über den wei­te­ren Ver­lauf der Welt­kon­junk­tur auf das Edel­me­tall. Auch der Sil­ber­preis zog an und stieg auf den höchs­ten Stand seit 30 Jah­ren. Die Ral­ly hat­te be- reits in der ver­gan­ge­nen Wo­che ein­ge­setzt, nach­dem die US-No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve er­klärt hat­te, der hei­mi­schen Wirt­schaft not­falls mit wei­te­ren Geld­sprit­zen auf die Bei­ne zu hel­fen. Die Aus­sicht auf sol­che mil­li­ar­den­schwe­ren Maß­nah­men hat­te den Dol­lar am Frei­tag auf ein Fün­fmo­nats-Tief zum Eu­ro ge­drückt. „Rund um den Glo­bus sen­den Län­der der­zeit Si­gna­le, dass sie fri­sches Geld dru­cken könn­te“, sagt Se­an Cor­ri­gan, Ex­per­te beim Roh­stoff­händ­ler Diapason Com­mo­di­ties Ma­nage­ment. Cor­ri­gan rech­net da­mit, dass der Gold­preis wei­ter steigt, denn: „Kei­ne Zen­tral­bank wird au­ßen vor blei­ben und zu­se­hen, wie ih­re Wirt­schaft an Kraft ver­liert.“ Der welt­größ­te Gold­pro­du­zent, Bar­rick Gold, hält 2011 ei­nen Gold­preis von 1500 Dol­lar pro Fein­un­ze für denk­bar. Un­ter­stüt­zung er­hielt der Gold­preis ges­tern auch von der star­ken Nach­fra­ge aus In­di­en. Auf dem Sub­kon­ti­nent hat die Hei­rats­sai­son be­gon­nen, wes­halb Händ­ler trotz des Re­kord­prei­ses nach­kau­fen müs­sen. „Selbst heu­te gibt es Käu­fe, ob­wohl der Preis bei 1300 Dol­lar liegt“, sag­te Gold­händ­ler Pina­kin Vyas von der In­dusInd Bank.

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