Fink über­zeugt in Ba­sel

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

BA­SEL (sid) Im April 2009 ist Thors­ten Fink in der Zwei­ten Fuß­ball-Li­ga ge­schei­tert, beim FC In­gol­stadt. Nur 17 Mo­na­te spä­ter spielt er in der Cham­pi­ons Le­ague im Kon­zert der ganz Gro­ßen mit. Wenn der frü­he­re Pro­fi des FC Bay­ern heu­te mit dem FC Ba­sel auf sei­nen Ex-Klub trifft, steht er un­ab­hän­gig vom Er­geb­nis als Ge­win­ner fest. „Ich ha­be ei­nen Traum­job“, sagt er. „Der FC Ba­sel ist für mich wie ein Sech­ser im Lot­to.“ Mit na­tio­na­len Ti­teln wie dem Dop­pel aus Meis­ter­schaft und Po­kal gleich in sei­ner ers­ten Sai­son so­wie star­ken Auf­trit­ten in der Kö­nigs­klas­se will sich Fink „ei­nen gu­ten Na­men ma­chen – in ganz Eu­ro­pa“. Des­halb zieht es ihn auch nicht zu­rück in die Hei­mat, ob­wohl der ei­ne oder an­de­re Bun­des­li­gist auf den ge­bür­ti­gen Dort­mun­der schon auf­merk­sam ge­wor­den ist.

„Wie­so Bun­des­li­ga? Es wä­re dumm von mir, et­was an­de­res zu wol­len“, sagt Fink. Statt­des­sen ver­län­gert er sei­nen Ver­trag wohl in Kür­ze um drei Jah­re. Da­bei stand er in Ba­sel be­reits nach we­ni­gen Wo­chen vor dem Aus. Ein schwa­cher Start rief die Kri­ti­ker auf den Plan, die Finks Vor­gän­ger, Stutt­garts heu­ti­gem Coach Chris­ti­an Gross, nach­trau­er­ten. Ei­ni­ge Nörg­ler emp­fan­den Finks Auf­tre­ten als un­pas­send an­ge­sichts der eher miss­li­chen La­ge. „An­fangs ka­men hier ei­ni­ge nicht mit mei­nem Selbst­ver­trau­en zu­recht“, sagt der 42-Jäh­ri­ge.

Doch ge­nau die­se Ei­gen­schaft war es, die ihn trotz der Pro­ble­me wei­ter an sich glau­ben und letzt­lich im Amt ließ. Der Er­folg mit den bei­den Ti­teln be­stä­tig­te auch die mil­li­ar­den­schwe­re Ver­eins­che­fin Gi­gi Oe­ri, die Fink als Wunsch­kan­di­da­ten be­zeich­net und von der Runder­neue­rung ih­res FCB un­ter dem Coach „be­geis­tert“ ist. Auch das zu­nächst skep­ti­sche Pu­bli­kum hat Fink mit sei­nem er­folg­rei­chen und at­trak­ti­ven Fuß­ball über­zeugt.

Thors­ten Fink

Fo­to: dpa

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.