ISS Do­me macht Mi­nus

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON DENISA RICH­TERS

Die Wirt­schafts­kri­se hat of­fen­bar auch bei den Ob­jek­ten der Stadt­toch­ter In­dus­trie­ter­rains Düsseldorf-Reis­holz (IDR) Spu­ren hin­ter­las­sen. Das Be­triebs­er­geb­nis soll deut­lich schlech­ter aus­fal­len als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Das war ges­tern hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren bei der Auf­sichts­rats-Sit­zung der IDR The­ma. Wie meh­re­re Sit­zungs­teil­neh­mer im Ge­spräch mit der Rhei­ni­schen Post be­rich­te­ten, sind bei dem vom IDR-Vor­stand vor­ge­leg­ten Wirt­schafts­plan-Ent­wurf noch Fra­gen of­fen. Die sol­len nun bis zur nächs­ten Sit­zung des Gre­mi­ums be­ant­wor­tet wer­den.

Dem­nach hat der ISS Do­me ein Mi­nus von fast ei­ner Mil­li­on Eu­ro ge­macht. Die Ur­sa­che sei nicht ganz klar, so ein Auf­sichts­rat. Beim frisch re­no­vier­ten Schloss El­ler soll das Mi­nus et­wa 200000 Eu­ro be­tra­gen, ähn­lich hoch soll es bei der 630 Plät­ze fas­sen­den Tief­ga­ra­ge un­ter dem Gr­ab­beplatz sein. Das Park­haus hat of­fen­bar we­gen des Weg­zugs des Amt-und Land­ge­richts von der Müh­len­stra­ße nach Ober­bilk so­wie des um­bau­be­dingt lan­ge ge­schlos­se­nen Mu­se­ums K20 we­ni­ger Um­satz ge­macht.

Par­tei­über­grei­fend lob­ten Auf­sichts­rats­mit­glie­der den Be­richt von Käm­me­rer Man­fred Abra­hams zum Wirt­schafts­plan der IDR. Dar­in sol­len Schwach­stel­len des Ent­wurfs klar be­nannt wor­den sein. „In mei­ner Amts­zeit le­ge ich Wert dar­auf, dass die­se Be­rich­te des Käm­me­rers für al­le Auf­sichts­rä­te klar nach­voll­zieh­ba­re Hand­lungs­emp­feh­lun­gen ent­hal­ten“, so OB Dirk El­bers, der auch Chef des Auf­sichts­rats ist. Zu der Sit­zung selbst woll­te er sich je­doch nicht äu­ßern. Zu­dem ent­schied der Auf­sichts­rat, ei­nen Head­hun­ter mit der Su­che nach ei­nem Fi­nanz-und Per­so­nal­vor­stand zu be­auf­tra­gen (Kos­ten: ca. 50000 Eu­ro). Hin­ter­grund: IDRChef Hein­rich Pröp­per soll durch ei­nen wei­te­ren Ge­schäfts­füh­rer an sei­ner Sei­te ent­las­tet wer­den. Für den Pos­ten hat­te auch Wil­fried Kru­se (FDP), im Rat­haus Bei­ge­ord­ne­ter für Per­so­nal (10000 Mit­ar­bei­ter), IT und Wirt­schaft, In­ter­es­se si­gna­li­siert. „Ich bin mehr als 40 Jah­re im öf­fent­li­chen Di­enst, da­von 25 Jah­re als Bei­ge­ord­ne­ter. Als Vor­stand ei­ner AG zu ar­bei­ten, wä­re für mich sehr reiz­voll“, be­tont Kru­se. Er ha­be meh­re­re IDR-Pro­jek­te be­glei­tet und wis­se, „wie man ko­ope­ra­tiv und mo­ti­va­ti­ons­stei­gernd mit Men­schen um­geht“.

Das An­for­de­rungs­pro­fil setzt je­doch auch aus­län­di­sches Bi­lanz­recht und ei­ne kauf­män­ni­sche Aus­bil­dung vor­aus. Bei­des kann Kru­se nicht vor­wei­sen. „Ich hal­te ihn den­noch für ge­eig­net“, sagt FDP-Frak­ti­ons­chef Man­fred Neu­en­haus, der eben­falls dem Auf­sichts­rat an­ge­hört. Kru­se ken­ne Stadt und Rat­haus gut, kön­ne rei­bungs­los Per­so­nal füh­ren und sei in et­li­che IDRPro­jek­te ein­ge­bun­den ge­we­sen.

FO­TO: PRI­VAT

Hat ei­nen Mil­lio­nen­ver­lust ren: der ISS Do­me in Rath.

ein­ge­fah-

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