„Haus­sa­nie­run­gist gu­te Geld­an­la­ge“

Durch ef­fi­zi­en­te Wär­me­däm­mung kön­nen Ener­gie­kos­ten ge­spart wer­den. Die Ne­ben­kos­ten sin­ken, der Wert der Im­mo­bi­lie steigt. Die Ver­brau­cher­be­ra­tung un­ter­stützt die Sa­nie­rung und gibt fach­män­ni­sche Tipps. Die Stadt gibt Zu­schüs­se für ein­zel­ne Maß­nah­men.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON MICHAEL BROCKERHOFF

Stadt gibt Zu­schüs­se

Die Fi­nanz­kri­se hat das Ver­trau­en in Geld­an­la­gen er­schüt­tert. Ei­ne sta­bi­le Wert­stei­ge­rung sieht die Mehr­zahl der Ei­gen­tü­mer in ers­ter Li­nie in In­ves­ti­tio­nen in ih­re Im­mo­bi­lie. Das hat die Ver­brau­cher­zen­tra­le Düsseldorf bei ei­ner Be­fra­gung bei Be­ra­tungs­ge­sprä­chen fest­ge­stellt. „Mehr als zwei Drit­tel zö­gern, ihr Geld ein­fach zur Bank zu brin­gen“, be­rich­tet Ul­ri­ke Brunswi­cker-Hoff­mann, die Lei­te­rin der Ver­brau­cher­be­ra­tung. Und die bie­tet jetzt ei­ne um­fas­sen­de Be­ra­tung für Sa­nie­run­gen an, die lang­fris­tig Geld spa­ren hel­fen und die hö­he­re Ren­di­ten oder zu­min­dest bes­se­re Ver­mie­tungs-Chan­cen in Aus­sicht stel­len.

Bei die­sen In­ves­ti­tio­nen wol­len die Ver­brau­cher­be­ra­tung und die Stadt Düsseldorf hel­fen, ge­ra­de auch in Zei­ten knap­per wer­den­der Zu­schüs­se. „Die KfW-Bank hat ge­ra­de ih­re Zu­wen­dun­gen für klei­ne Maß­nah­men, et­wa den Ein­bau für gut däm­men­de Fens­ter, ge­stri­chen. Aber die Stadt Düsseldorf för­dert aus ih­rem Haus­halt ge­nau die­se Teil­schrit­te zur Ener­gie-Ein­spa­rung“, er­klärt Um­welt­amts­lei­ter Werner Görtz. Bis zu drei Mil­lio­nen Eu­ro sei­en noch zu ver­ge­ben.

Wer mit spit­zem Stift rech­net, kann da­bei gut fah­ren. „Bei ei­ner Fas­sa­den­sa­nie­rung ei­nes Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses hat die Stadt die Ein­bau­kos­ten der Fens­ter von 8800 Eu­ro mit sie­ben Pro­zent der Sum­me un­ter­stützt“, so Görtz. Ei­ne In­ves­ti­ti­on ma­che sich dann schnel­ler be­zahlt.

Die loh­ne sich un­term Strich auf je­den Fall, ist Ener­gie­be­ra­te­rin Bea­te Uhr von der Ver­brau­cher­zen­tra­le über­zeugt: „Die Sa­nie­rung ei­ner Fas­sa­de bringt Ener­gie-Ein­spa­run­gen zwi­schen 35 und 55 Pro­zent“, weiß sie aus Er­fah­rung. Der Vor­teil der In­ves­ti­ti­on: Die Ne­ben­kos­ten, die so ge­nann­te zwei­te Mie­te, sin­ke er­heb­lich. „Woh­nun­gen sind dann leich­ter zu ver­mie­ten, ganz ab­ge­se­hen da­von, dass sich die Be­woh­ner in ei­nem gut ge­dämm­ten Haus woh­ler füh­len“, so Uhr.

Wer ei­ne Sa­nie­rung pla­ne, sol­le jetzt zu­grei­fen, „so­lan­ge noch Geld für Zu­schüs­se vor­han­den ist“, sagt Görtz. Bis zu 50 000 Eu­ro Zu­schüs­se ge­be es für ein Ein­zel­pro­jekt. Und die Ver­brau­cher­be­ra­tung kann zu- dem be­ra­ten, wo es zins­güns­ti­ge Kre­di­te gibt. „Auch die KfW bie­tet noch in­ter­es­san­te Kon­di­tio­nen, wenn ein ge­sam­tes Haus sa­niert wer­den soll“, sagt Uhr.

Ei­ne kos­ten­güns­ti­ge Sa­nie­rung muss al­ler­dings ge­nau ge­plant sein, „da­mit die ein­zel­nen Maß­nah­men gut auf­ein­an­der ab­ge­stimmt sind“, er­klärt Uhr. Ein sinn­vol­ler ers­ter Schritt sei bei­spiels­wei­se ei­ne Ther­mo­gra­phie. Mit den Wär­me­bil­dern kön­nen Schwach­stel­len der Iso­lie­rung ge­nau lo­ka­li­siert wer­den. „Die­se Ther­mo­gra­phie be­zu­schusst die Stadt“, er­klärt Görtz.

Mit den Er­geb­nis­sen wird der Ei­gen­tü­mer aber nicht al­lein ge­las­sen. Die Spe­zia­lis­ten der Ver­brau­cher­be­ra­tung „er­läu­tern in ei­ner Ana­ly­se die Ur­sa­chen für die schad­haf­ten Stel­len und ge­ben Tipps, wie am bes­ten Ab­hil­fe ge­schaf­fen wer­den kann“, sagt Uhr. Denn für ei­ne wert­stei­gern­de In­ves­ti­ti­on ins ei­ge­ne sol­le das Geld nicht sinn­los ver­pul­vert wer­den, da­mit un­term Strich ein gro­ßer Ge­winn blei­be.

FO­TO: SWK

Das Wär­me­bild der Ther­mo­gra­phie zeigt an­hand der ro­ten Far­be, dass die Fens­ter­stür­ze nicht aus­rei­chend iso­liert sind.

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