Dank Spen­de: „Jung und Alt“ baut aus

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON JAS­MIN MAX­WELL

Schü­ler und Se­nio­ren über die Kunst zu­sam­men­brin­gen: Das ist das Ziel des Düs­sel­dor­fer Ver­eins „Jung trifft Alt“. Zehn Düs­sel­dor­fer Künst­ler und Kunst­lieb­ha­ber grün­de­ten ihn vor ei­nem Jahr. „Künst­ler müs­sen sich viel mehr en­ga­gie­ren in der Ge­sell­schaft“, fin­det der Vor­sit­zen­de Wolf­gang Wim­hö­fer. Sie gä­ben zwar durch ih­re Kunst ge­sell­schaft­li­che Im­pul­se und lös­ten so Ve­rän­de­rungs­pro­zes­se aus, doch für den Düs­sel­dor­fer Ma­ler reicht das nicht: „Die Kunst ist ganz­heit­lich aus­ge­rich­tet“ – ak­ti­ves Tun ge­hört da­zu.“ So auch im Ver­ein: Re­gel­mä­ßig gibt es ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fen­de Kunst­pro­jek­te.

Ge­mein­sa­mes Ma­len oder auch Mo­del­lie­ren lässt Bar­rie­ren zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen schnel­ler fal­len, wie Wim­hö­fer im­mer wie­der be­ob­ach­tet. „Beim Ma­len hel­fen sich die Schü­ler und Se­nio­ren ge­gen­sei­tig und be­mer­ken im Ge- spräch über der Ar­beit Ge­mein­sam­kei­ten.“ Am En­de stel­len die Teil­neh­mer dann meist ver­blüfft fest, dass man gar nicht se­hen kann, ob der Ur­he­ber ei­nes Bil­des ein Acht­jäh­ri­ger oder ein 80-Jäh­ri­ger war. Ak­tu­ell ar­bei­tet der Ver­ein un­ter an­de­rem mit der As­trid-Lind­gren-För­der­schu­le und Se­nio­ren aus dem Ver­ein Düsseldorf-ak­tiv.net. Ge­mein­sam be­ma­len sie Lein­wän­de in den Gr­und­far­ben und mi­schen die­se. Die Kin­der ler­nen so spie­le­risch den Far­ben­kreis ken­nen. „Uns geht es we­ni­ger um ei­nen ho­hen aka­de­mi­schen An­spruch als viel­mehr um das ge­mein­sa­me Tun.“ Da­bei ent­ste­hen auch Freund­schaf­ten zwi­schen Se­nio­ren und Schü­lern, so Wim­hö­fer.

Der Ver­ein ar­bei­tet mit dem Of­fe­nen Ganz­tag ver­schie­de­ner Schu­len zu­sam­men. Wim­hö­fer lei­tet schon seit lan­gem Kunst­pro­jek­te mit Schü­lern, an­de­re Ver­eins­mit­glie­der ha­ben an Schu­len un­ter­rich­tet. Mit der Ver­eins­grün­dung woll­ten sie der Ar­beit mehr Struk­tur ge­ben – ins­be­son­de­re durch die Be­zie­hung neu­er Rä­um­lich­kei­ten an der Kirch­feld­stra­ße 116. Mit­hil­fe ei­ner Spen­de über 4000 Eu­ro der PSD Bank, die Jür­gen Keu­se­mann vom Mar­ke­ting der Bank dem Ver­ein ges­tern über­gab, sol­len die Ver­eins­räu­me wei­ter aus­ge­baut wer­den, so dass auch dort Kunst­pro­jek­te statt­fin­den kön­nen. „Man­che Künst­ler ha­ben eher Hem­mun­gen in Schu­len oder Al­ten­hei­me zu ge­hen und dort Kunst zu ver­mit­teln.“ In der ver­trau­ten Um­ge­bung im Ate­lier fal­le es den Künst­lern leich­ter, sich ge­sell­schaft­lich zu en­ga­gie­ren.

FO­TO: HJB

Nor­bert Döp­pen­sch­mitt, Wolf­gang Wim­hö­fer, Jür­gen Keu­se­mann (v.l)

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