Ste­phan stimmt HSG ein

Mor­gen (20 Uhr) emp­fängt der Ta­bel­len­zwei­te der zwei­ten Hand­ball-Bun­des­li­ga den neu­en Spit­zen­rei­ter Hüt­ten­berg zum Top-Spiel. Die Haus­her­ren müs­sen noch die 24:34-Klat­sche vom Sams­tag in Ei­se­nach ver­ar­bei­ten.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON GEORG AMEND

Die Ta­bel­le der zwei­ten Hand­bal­lBun­des­li­ga weist die Paa­rung HSG ge­gen TV Hüt­ten­berg als ab­so­lu­tes Top-Spiel aus: Der un­ge­schla­ge­ne Spit­zen­rei­ter aus Hes­sen gas­tiert mor­gen um 20 Uhr im Burg-Wäch­ter-Ca­s­tel­lo beim Ta­bel­len­zwei­ten, der am Sams­tag in Ei­se­nach am fünf­ten Spiel­tag erst­mals be­zwun­gen wur­de. Und das gleich rich­tig: Beim 24:34 hol­ten sich die Düs­sel­dor­fer ei­ne re­gel­rech­te Klat­sche in Thü­rin­gen ab. Da­her ist die Par­tie mor­gen ge­gen Hüt­ten­berg nicht nur ein­fach das Spit­zen­spiel der Li­ga, son­dern vor al­lem „die Chan­ce zur Re­ha­bi­li­ta­ti­on“, wie HSGS­port­di­rek­tor Da­ni­el Ste­phan deut­lich macht.

Da­mit soll der sport­li­che Reiz der Be­geg­nung kei­nes­wegs ge­schmä­lert wer­den, doch durch das Selbst­ver­ständ­nis des Bun­des­li­ga-Ab­stei­gers HSG rückt die Auf­ga­be „Re­ha­bi­li­ta­ti­on“ in den Vor­der­grund. „Je­de Mann­schaft geht un­be­fan­gen in ein Spiel ge­gen uns, weil Düsseldorf ei­nen Na­men in der Hand­ball­Sze­ne hat – das ist das Los ei­nes Bun­des­li­ga-Ab­stei­gers“, sagt Ste­phan und er­gänzt: „Wenn man so ei­ne Nie­der­la­ge wie wir be­kommt, muss man wie­der auf­ste­hen. Dass es gleich mit zehn To­ren Dif­fe­renz pas­siert, ist na­tür­lich der Ham­mer. Aber mir ist lie­ber, ei­nen gro­ßen Dämp­fer zu be­kom­men, als im­mer Spie­le mit zwei, drei To­ren zu ver­lie­ren. Nichts­des­to­trotz sind wir im Nor­mal­fall die­je­ni­gen, die über Sieg oder Nie­der­la­ge be­stim­men.“ Bas­ta – möch­te man hin­zu­fü­gen.

Dass es in Ei­se­nach der Geg­ner war, der die HSG do­mi­nier­te (Ste­phan: „Wir hat­ten da kei­ne Chan­ce“), lag laut Sport­di­rek­tor eher am ei­ge­nen Un­ver­mö­gen als am Kon­tra­hen­ten: „Wenn je­der Spie­ler min­des­tens drei Feh­ler macht, kom­men sol­che Er­geb­nis­se zu­stan­de“, ana­ly­siert Ste­phan, der hofft, dass „das ei­ne Ein­tags­flie­ge war, die nicht mehr wie­der­kommt“.

Da­her for­dert der 37-Jäh­ri­ge, die Feh­ler zu mi­ni­mie­ren – ei­ne Auf­ga­be, an der Trai­ner Ron­ny Ro­gaw­s­ka mit sei­nem Team fei­len muss. Da­her gab es be­reits ges­tern Mor­gen ein ers­tes Trai­ning (Ste­phan: „Das war kein Straf­trai­ning, son­dern ge­plant“) und abends ein wei­te­res. „Die Stim­mung war na­tür­lich lei­se“, be­rich­tet Ro­gaw­s­ka. „Das ist auch nor­mal, wenn man so ei­ne Pa­ckung kriegt. Aber die Mann­schaft ist selbst­kri­tisch. Es ist sehr po­si­tiv, wie sie das auf­ar­bei­tet. Wir ha­ben vie­le er­fah­re­ne Spie­ler, für die die­se Si­tua­ti­on nichts Neu­es ist.“ Ob­wohl es die ers­te Sai­son­nie­der­la­ge war. Ro­gaw­s­ka: „Wir ha­ben im­mer ge­sagt, dass wir ir­gend­wann ver­lie­ren wer­den. Es kommt aber auf das Auf­tre­ten an.“ Und das war in Ei­se­nach ka­ta­stro­phal. Ste­phan: „Ron­ny stellt die Mann­schaft im­mer gut ein, doch al­les ist Ma­ku­la­tur, wenn die Mann­schaft so vie­le Feh­ler macht. Aber wir müs­sen jetzt den Schlen­ker zu Hüt­ten­berg krie­gen. Wir kön­nen die Ta­bel­len­si­tua­ti­on wie­der ge­ra­de rü­cken“, er­klärt Ste­phan. Auch die­ser Satz sagt ei­ni­ges über das Selbst­ver­ständ­nis des Bun­des­li­ga-Ab­stei­gers aus.

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We­nig be­geis­tert – HSG-Sport­di­rek­tor Da­ni­el Ste­phan schaut kri­tisch, hin­ten hockt Trai­ner Ron­ny Ro­gaw­s­ka.

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