Ba­le will mit sei­nen Wa­li­sern den Fa­vo­ri­ten Bel­gi­en är­gern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - FUßBALL-EM 2016 -

LIL­LE (sid) Sei­nen bis­lang letz­ten Tref­fer ge­gen Bel­gi­en wird Ga­reth Ba­le nie ver­ges­sen. „Die­ses Tor hat uns erst­mals den Glau­ben ge­schenkt, dass wir auch Top­teams schla­gen kön­nen. Es war mein wich­tigs­tes Tor für Wa­les“, sag­te der Stür­mer vor dem Vier­tel­fi­na­le ge­gen die Ro­ten Teu­fel (heu­te, 21 Uhr/ ZDF). Vor gut ei­nem Jahr sieg­te „Ba­les“dank Ba­les Tref­fer in Car­diff sen­sa­tio­nell mit 1:0 ge­gen Bel­gi­en. Es war der Knack­punkt in der EM-Qua­li­fi­ka­ti­on. „Wir kön­nen das wie­der schaf­fen“, sagt Ba­le mit Blick auf das „größ­te Spiel im wa­li­si­schen Fuß­ball“. Doch die Auf­ga­be wird noch schwie­ri­ger: Die Wa­li­ser er­war­tet in Lil­le, nur 20 Ki­lo­me­ter von der bel­gi­schen Gren­ze ent­fernt, ein Aus­wärts­spiel. „Es wer­den rich­tig vie­le un­se­rer Fans kom­men, weil es so nah an der Hei­mat ist. Das wird wie ein Heim­spiel für uns“, sag­te Ke­vin De Bruy­ne. Der Welt­rang­lis­ten­zwei­te geht als Fa­vo­rit in das Du­ell mit dem EM-Neu­ling „Wir wol­len bei die­sem Tur­nier noch sehr weit kom­men“, sagt Ke­vin de Bruy­ne.

Um das zu schaf­fen, muss die Mann­schaft vor al­lem Ba­le in den Griff be­kom­men. Ei­nen Son­der­be­wa­cher wird der 26-Jäh­ri­ge aber trotz sei­ner drei EM-To­re nicht be­kom­men. „Er hat ja al­le Frei­hei­ten und ist über­all auf dem Platz zu fin­den“, sag­te Chef­trai­ner Marc Wil- mots: „Wir wer­den es im Kol­lek­tiv lö­sen.“

Auch die Wa­li­ser wol­len als Mann­schaft glän­zen, ob­wohl Wil­mots den Fo­kus in der Ver­tei­di­gung klar auf Ba­le und des­sen Of­fen­siv­part­ner Aa­ron Ram­sey legt. „Aber wir wis­sen, dass wir mehr als zwei Spie­ler ha­ben. Wir sind nicht oh­ne Grund un­ter den letz­ten acht“, ent­geg­ne­te Ba­le, der „vie­le fan­tas­ti­sche Spie­ler“in sei­nem Team sieht. Doch die Haupt­last wird wie­der auf sei­nen Schul­tern lie­gen, ein­zig im Ach­tel­fi­na­le ge­gen Nord­ir­land (1:0) traf er nicht. Doch das Er­folgs­ge­heim­nis sei die her­vor­ra­gen­de Te­am­che­mie. „Es ist, wie mit Freun­den im Ur­laub zu sein. Wir ma­chen Rät­sel, wir spie­len Tisch­ten­nis, wir ma­chen al­les zu­sam­men“, sag­te Ba­le: „Na­tür­lich ist es auch an­stren­gend, aber wir ge­nie­ßen das.“

Bel­gi­en geht nach dem Sturm­lauf beim 4:0-Er­folg im Ach­tel­fi­na­le ge­gen Un­garn mit viel Selbst­ver­trau­en in das Spiel ge­gen den letz­ten ver­blie­be­nen Ver­tre­ter aus Groß­bri­tan­ni­en. „Wir müs­sen jetzt die glei­che Per­for­mance zei­gen“, sag­te Marc Wil­mots. Sein Kol­le­ge Chris Co­le­man mein­te: „Wir sind die Un­der­dogs, von Bel­gi­en wird der Sieg er­war­tet. Aber es gibt nichts, vor dem wir ein­ge­schüch­tert sein müss­ten, es gibt kei­ne Angst.“Er ver­sprach dem Geg­ner ein „Höl­len­spiel“.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.