Ker­ber und Li­si­cki ha­ben es ziem­lich ei­lig

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT - VON CAI-SIMON PREUTEN

Auch die Ten­nis-Ta­len­te Witt­höft und Fried­sam sind in Wim­ble­don wei­ter. Nur Pet­ko­vic rutscht aus.

LON­DON (sid) An­ge­li­que Ker­ber hielt sich mit ih­rem Pflicht­sieg in der zwei­ten Run­de nicht lan­ge auf, die wie­der­er­stark­te Sa­bi­ne Li­si­cki ge­noss ih­ren Tri­umph da­ge­gen in vol­len Zü­gen. Wä­re Andrea Pet­ko­vic am frü­hen Abend auf dem glit­schi­gen Wim­ble­don­ra­sen nicht aus­ge­rutscht, es hät­te ein Traum-Tag für das deut­sche Frau­en­ten­nis im Lon­do­ner Süd­wes­ten wer­den kön­nen. Doch die deut­sche Num­mer zwei aus Darm­stadt un­ter­lag der Rus­sin Je­le­na Wes­ni­na 5:7, 3:6. Am En­de des ers­ten Sat­zes war Pet­ko­vic ge­stürzt. Die Trä­nen schos­sen ihr in die Au­gen. Für ei­nen Mo­ment sah es nach ei­ner schlim­men Ver­let­zung aus, doch sie rap­pel­te sich auf. Ge­gen die star­ke Wes­ni­na reich­te es je­doch nicht mehr, um Ker­ber, Li­si­cki so­wie den Youngs­tern Ca­ri­na Witt­höft und An­na-Le­na Fried­sam in die drit­te Run­de zu fol­gen.

Mel­bourne-Sie­ge­rin Ker­ber ge­wann in nur 52 Mi­nu­ten ge­gen Var­va­ra Lep­chen­ko aus den USA 6:1, 6:4 und war froh, die Run­de nach dem Re­gen­cha­os der ver­gan­ge­nen Ta­ge hin­ter sich ge­bracht zu ha­ben. „Die War­te­zeit war auf je­den Fall das Schwers­te“, sag­te Ker­ber, die nun wie im ver­gan­ge­nen Jahr auf Witt­höft trifft. Da­mals hat­te die Kie­le­rin in Run­de eins 6:0, 6:0 ge­won­nen. „Schlech­ter kann es ja nicht mehr wer­den“, scherz­te die Au­ßen­sei­te­rin. Ei­ne Deut­sche steht so­mit schon im Ach­tel­fi­na­le.

Der Sprung ins Ach­tel­fi­na­le ist auch Li­si­cki zu­zu­trau­en, die beim 6:4, 6:2 ge­gen die fa­vo­ri­sier­te Aus­tra­lie­rin Sa­man­tha Sto­sur mit zwölf As­sen wie vor drei Jah­ren bril­lier­te, als ihr Lauf erst im Fi­na­le ge­stoppt wur­de. Li­si­cki be­kommt es nun mit Ja­rosla­wa Schwe­do­wa (Ka­sachs­tan) zu tun, ge­gen die sie im All En­g­land Club be­reits zwei­mal ge­won­nen hat.

„Das Match war sehr gut, ich war wirk­lich be­reit“, sag­te Li­si­cki und lach­te ge­löst: „Ich freue mich, dass ich wie­der bes­ser spie­le und möch­te so lan­ge wie mög­lich hier blei­ben.“Erst­mals seit vier Mo­na­ten ge­wann Li­si­cki zwei Mat­ches in Fol­ge. Gan­ze zwei Punk­te gab Li­si­cki ge­gen Sto­sur im ers­ten Satz ab.

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