Fortu­na tut sich in Ka­arst enorm schwer

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON FALK JANNING FO­TO: JANNING

Im ers­ten Test­spiel gelingt dem Fuß­ball-Zweit­li­gist beim Be­zirks­li­gis­ten ein 6:1-Sieg. Das Er­geb­nis wird aber erst in der Schluss­pha­se hoch­ge­schraubt, als die Kräf­te der Gast­ge­ber schwin­den.

Sechs Trai­nings­ein­hei­ten ha­ben die For­tu­nen seit dem En­de der Som­mer­pau­se ab­sol­viert, ges­tern Abend tra­fen sie sich zu ei­nem ers­ten Test­spiel bei der SG Ka­arst. Das Test­spiel auf der Sport­an­la­ge am Kaars­ter See ge­wan­nen sie vor 2000 Zu­schau­ern ge­gen den Be­zirks­li­ga-Fünf­ten, der ex­tra für die­se Par­tie sei­ne Som­mer­pau­se un­ter­brach, mit viel Mü­he mit 6:1 (1:1). Die bis da­hin letz­te Be­geg­nung vor sechs Jah­ren hat­ten die Düs­sel­dor­fer un­ter Trai­ner Nor­bert Mei­er mit 7:1 ge­won­nen. „Sechs ge­schos­se­ne To­re sind im ers­ten Test ab­so­lut in Ord­nung, auch wenn wir noch die ei­ne oder an­de­re gu­te Chan­ce aus­ge­las­sen ha­ben“, sag­te Trai­ner Fried­helm Fun­kel. „Es gibt aber nach je­dem Spiel wich­ti­ge Er­kennt­nis­se. Das war auch heu­te so.“

Vor dem An­pfiff hat­te es ein gro­ßes Hal­lo zwi­schen den bei­den Trai­nern der Teams ge­ge­ben, die sich noch aus ih­rer ge­mein­sa­men Zeit beim VfR Neuss ken­nen: Der Kaars­ter Coach Dirk Schnei­der (48) hat­te 1989 un­ter dem ak­tu­el­len Fort­u­n­aTrai­ner Fried­helm Fun­kel (62) als Tor­jä­ger beim VfR Neuss ge­spielt. Für Fun­kel war es da­mals bei sei­nem Hei­mat­klub die ers­te Sta­ti­on sei­ner lan­gen Trai­ner­kar­rie­re.

Erst­mals wa­ren die Zweit­li­ga-Ki­cker in Ka­arst in ih­ren neu­en Heim­tri­kots ganz in Weiß zu se­hen – Oli­ver Fink führ­te sein Team als Ka­pi­tän auf den Platz. Fun­kel brach­te in der Start­elf al­le Zu­gän­ge, die er zur Ver­fü­gung hat­te: Jé­rô­me Kie­se­wet­ter lief mit der Num­mer 8 auf, agier­te im rech­ten Mit­tel­feld. Mar­lon Rit­ter trug die 10 und spiel­te hin­ter den Spit­zen. Bes­ter Düs­sel­dor­fer war Maecky Ngombo mit der 22, der in vor­ders­ter Spit­ze agier­te.

Die Düs­sel­dor­fer ta­ten das, was Fun­kel von ih­nen er­war­te­te: Sie leg­ten sich mäch­tig ins Zeug und spiel­ten mit viel En­ga­ge­ment. Schon nach zehn Se­kun­den muss­te der Kaars­ter Kee­per die ers­te Groß­chan­ce von Maecky Ngombo ent- schär­fen. Nach 60 Se­kun­den hat­ten die Gäs­te be­reits zwei Ecken her­aus­ge­holt. Die For­tu­nen er­ar­bei­te­ten sich in Fol­ge ei­ne Rei­he gu­ter Mög­lich­kei­ten, tra­fen aber das Tor nicht. Mit zu­neh­men­der Spiel­zeit ließ die läu­fe­ri­sche und kämp­fe­ri­sche Leis­tung der Rot-Wei­ßen im­mer mehr nach; da mach­te sich be­merk­bar, dass sie noch am Mor­gen trai­niert hat­ten. Nur Ngombo brann­te vor Ehr­geiz, luchs­te dem Kaars­ter Kee­per nach ei­nem Rück­pass den Ball ab. Den ers­ten Tref­fer der neu­en Sai­son er­ziel­te aber In­nen­ver­tei­di­ger Ro­bin Bor­muth nach ei­ner Ecke von Mar­lon Rit­ter, der al­le Stan­dards aus­führ­te (34.). Ei­nen Kopf­ball von Oli­ver Fink kratz­te ein Kaars­ter von der Li­nie (36.). Mehr brach­ten die ent­täu­schen­den Düs­sel­dor­fer nicht zu­stan­de. Groß war der Ju­bel der Be­zirks­li­ga­ki­cker, als Daniel Sa­rik mit dem Halb­zeit­pfiff so­gar der Aus­gleich ge­lang.

Nach der Pau­se ka­men zehn neue Spie­ler. Die Heim­elf brach nun kon­di­tio­nell ein. Lu­kas Schmitz (47., per Foul­elf­me­ter), Tay­lan Du­man (67.), Em­ma­nu­el Iyo­ha (77.), Ih­las Be­bou (80.) und Ke­mal Rüz­gar (83.) schos­sen noch ei­nen 6:1-Sieg her­aus. Ver­letzt wur­de in dem lo­cke­ren und fai­ren Spiel­chen nie­mand, das war die Haupt­sa­che.

Maecky Ngombo springt hier am höchs­ten und war nicht nur in die­ser Szene der auf­fäl­ligs­te For­tu­ne.

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