PER­SO­NA­LI­EN

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - RP/FO­TO: DPA RP/FO­TO: BAU­ER DPA/FO­TO: DPA

Die schlech­ten Nach­rich­ten rei­ßen für Ex-Ar­can­dor-Chef Tho­mas Mid­del­hoff (63) nicht ab: Sei­ne Frau Cor­ne­lie hat die Schei­dung beim Ge­richt in Bielefeld ein­ge­reicht. Das be­stä­tigt Mid­del­hoffs An­walt ge­gen­über dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Fo­cus“. Die Tren­nung des Paa­res hat Aus­wir­kun­gen auf das In­sol­venz­ver­fah­ren ge­gen den ver­schul­de­ten Ex-Ma­na­ger. Die Ehe­leu­te le­ben in ei­ner „Zu­ge­winn­ge­mein­schaft“. Heißt: Soll­te Cor­ne­lie Geld er­hal­ten, wür­de die Hälf­te da­von ih­rem Mann zu­ste­hen – und da­mit in die In­sol­venz­mas­se ein­flie­ßen. Die 50 Gläu­bi­ger nebst In­sol­venz­ver­wal­ter er­hiel­ten Zu­griff auf Mil­lio­nen­be­trä­ge. Zu­vor war Mid­del­hoff 2014 we­gen Un­treue und Steu­er­hin­ter­zie­hung zu drei Jah­ren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt wor­den. Der frü­he­re Te­le­kom-Vor­stand Tho­mas Sat­tel­ber­ger (67) star­tet sei­ne zwei­te Kar­rie­re in der Po­li­tik. Der 67Jäh­ri­ge will bei der Bun­des­tags­wahl im Herbst kom­men­den Jah­res für die FDP im Wahl­kreis Mün­chenSüd an­tre­ten. Am 7. Ju­li prä­sen­tiert Sat­tel­ber­ger sich bei ei­ner Wahl­kreis­ver­samm­lung den Par­tei­mit­glie­dern, die über die No­mi­nie­rung ent­schei­den. Dies be­rich­tet das Wirt­schafts­ma­ga­zin „Bi­lanz“. Sat­tel­ber­ger bringt für sei­ne Po­li­tik-Kar­rie­re reich­lich Wirt­schafts­er­fah­rung mit. Bei drei Dax-Kon­zer­nen, Luft­han­sa, Con­ti­nen­tal und zu­letzt Te­le­kom, saß er im Vor­stand, zu­stän­dig für das Per­so­nal­res­sort. Zu­letzt hat Sat­tel­ber­ger sich vor al­lem als Vor­kämp­fer für mehr Viel­falt in der Un­ter­neh­mens­füh­rung ei­nen Na­men ge­macht. Der ehe­ma­li­ge Pri­vat­kun­den­vor­stand der Deut­schen Bank, Rai­ner Nes­ke (51), star­tet heu­te sei­nen Job bei der Lan­des­bank Ba­den-Würt­tem­berg (LBBW). In ei­ner Ein­ge­wöh­nungs­zeit ist er zu­nächst nur Vor­stands­mit­glied oh­ne kon­kre­te Zu­stän­dig­kei­ten, im No­vem­ber soll er dann Vor­stands­vor­sit­zen­der und da­mit Nach­fol­ger von Hans-Jörg Vet­ter wer­den. Der 51-Jäh­ri­ge war et­wa ein Vier­tel­jahr­hun­dert bei der Bank. Im Som­mer 2015 war er als Pri­vat­kun­den-Vor­stand der Deut­schen Bank ab­ge­tre­ten, weil er die neue Stra­te­gie, die Ab­spal­tung der Post­bank und das Ein­damp­fen des Pri­vat­kun­den­ge­schäfts, ab­lehn­te. Nes­ke muss­te nach sei­nem Ab­schied ein Jahr war­ten, bis er bei Kon­kur­ren­ten an­heu­ern durf­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.